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Mobilitätsmanagement

29.02.2008Planung: Verkehr

Mobilitätsmanagement für den Magistrat: Antragserledigung im Schneckentempo! Passiver Widerstand oder Unvermögen des Magistratsdirektors?

Bereits vor mehr als 3 Jahren hat die Bürgerliste einen Antrag im Gemeinderat eingebracht, wonach für den Magistrat ein Mobilitätsmanagement ausgearbeitet werden sollte.

Hierzu hat es am 19. Oktober 2005 auf Einladung der Mag. Abt. 5 einen Startworkshop mit internationalen Fachleuten, an dem auch eine Mitarbeiterin der Magistratsdirektion und Vertreterinnen aller GR–Fraktionen teilgenommen haben, gegeben.

Dabei wurden die Möglichkeiten und Chancen eines solchen Konzepts thematisiert und die Magistratsdirektion daraufhin mit der Federführung beauftragt.

Seither hat die Magistratsdirektion lediglich eine Erhebung darüber erstellt, mit welchen Verkehrsmitteln die MitarbeiterInnen zu Ihrem Arbeitsplatz kommen, bzw. wie zufrieden sie bezüglich Angebot bei ÖV, Radwegen etc. sind.

Die Ergebnisse aus den Fragen zum Mobilitätsverhalten der Magistratsbediensteten liegen uns aufgrund einer Anfrage nun vor. Dem Magistratsdirektor sind die Zahlen schon seit Dezember bekannt, ohne dass weitere Schritte in die Wege geleitet wurden oder absehbar sind.

Zu den Ergebnissen:

Insgesamt haben sich 54 % der MitarbeiterInnen an der Befragung beteiligt.

Für mehr als 70 % ist der Arbeitsplatz mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar, für eine ähnlich große Zahl wären diesbezüglich auch die Dienstzeiten kein Problem.

Was das Fahrrad betrifft, so meinen über 60 %, dass dieses ein attraktives Verkehrsmittel sei, 70 % meinen ihnen stünde ein gut ausgebautes sicheres Radwegenetz zur Verfügung.

Trotz dieser Tatsache kommen nur 15,3 % mit öffentlichen Verkehrsmitteln, 18,5 % mit dem Fahrrad und 6,5 % zu Fuß zu ihrem Arbeitsplatz.

„Das sind sensationelle Zahlen, denn sie drücken aus, wie enorm groß das Potential für ein Mobilitätsmanagement im Salzburger Magistrat ist.

Offenbar gäbe es für viele MitarbeiterInnen die Möglichkeit auf ein anderes Verkehrsmittel als das eigene Auto umzusteigen, was eine große Entlastung für den innerstädtischen Verkehr und die damit verbundenen Probleme wäre“, meint Bernhard Carl, Verkehrssprecher der Bürgerliste.

Allerdings wurde mit dieser Befragung bisher nur ein Feld eines Mobilitätskonzeptes behandelt. Die Bereiche Logistik, Fuhrpark und Dienstwege wurden nicht abgefragt.

„Es ist schon eigenartig, dass der Magistratsdirektor drei Jahre braucht um zu diesen Zahlen zu kommen. Verkehrsexperten, die sich mit dem Thema befassen, gehen davon aus, dass der gesamte Prozess für Unternehmen in der Größe des Magistrats innerhalb eines Jahres zum Abschluss gebracht werden kann“, so Carl weiter.

Außerdem gibt es die Möglichkeit sich diesen Prozess personell und finanziell durch das Lebensministerium fördern zu lassen, eine Chance die bisher nicht wahrgenommen wurde.

„Bei dem geringen Tempo mit dem der Magistratsdirektor sich dieses Themas annimmt, stellt sich die Frage, ob Unvermögen und/oder passiver Widerstand die Gründe sind. fragt sich Bernhard Carl.

Wenn wir die Verkehrsprobleme in der Stadt angehen wollen, müssen wir an viele Ecken beginnen. Eine davon ist die Erstellung eines Mobilitätskonzeptes. Wie sonst sollen wir glaubwürdig Mobilitätskonzepte für private Betriebe einfordern, wenn nicht einmal der Magistrat dazu in der Lage ist, ein solches zu erstellen“,

„Daher muss jetzt sofort einen Prozess beginnen, der sicher stellt, dass alle Ressourcen der Stadt aber auch alle Förderungsmöglichkeiten des Bundes genutzt werden, so dass innerhalb eines Jahres ein Ergebnis erzielt werden kann, das konkrete Ziele und Maßnahmen beinhaltet.

Dazu muss in der Magistratsdirektion ein Mitarbeiter ernannt werden, der schon Erfahrung in der Durchführung ähnlicher Prozesse hat und ausreichend Elan besitzt einen solchen auch rasch zu Ende zu bringen“, so Carl abschließend.

Zugehöriger Antrag

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