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Standortmarketing

27.02.2008Demokratie: Finanzen

Standortmarketing in Salzburg auf dem Prüfstand. Der Landesrechnungshof nimmt in seinem Prüfbericht ZIS die StandortAgentur unter die Lupe und hat dabei Einiges zu bemängeln.

Die StandortAgentur ist zu zwei Drittel im Besitz des Landes Salzburg und zu einem Drittel im Besitz der Stadt Salzburg. Seit Jänner 2006 führt Gritlind Kettl die Geschäfte der Gesellschaft, deren Hauptaufgabe Standortmarketing und Investorenservice ist.

Der Wechsel in der Geschäftsleitung war für die Bürgerliste Anlass, die Gebarung und Effizienz einer Überprüfung unterziehen zu lassen. Aus diesem Grund hat Ingeborg Haller, stellvertretende Kontrollausschussvorsitzende bereits im Februar 2006 einen Prüfauftrag an das städtische Kontrollamt gestellt.

Zwischenzeitig hat der Landesrechnungshof in seinem Prüfbericht „ Zentrum für Innovation und Standortpolitik“ neben der Abteilung 15 (Wirtschaftsförderung) des Landes und andere Gesellschaften, wie zum Beispiel die Land-Invest auch die StandortAgentur näher überprüft.

„Das Ergebnis ist nicht gerade berauschend“, so das Resümee von Ingeborg Haller, die darauf hinweist, dass die Stadt Salzburg im Budget 2008 immerhin € 190 000,-- für die Gesellschaft als Basisfinanzierung vorgesehen hat.

  • So stellt der Rechnungshof fest, dass die Zahl der im Einflussbereich der StandortAgentur in Salzburg erfolgten jährlichen Betriebsansiedlungen im Zeitraum 1998 bis 2005 etwa konstant blieb, während im Vergleich dazu die in Oberösterreich tätige „Technologie- und Marketinggesellschaft, die Zahl der Betriebsansiedlungen in den Jahren 2004 und 2005 gegenüber den Jahren 1998 und 2000 etwa verdoppeln konnte.
  • Beim Personal kritisiert der Rechnungshof die mangelnde Dienstzeitenerfassung und den freiwilligen Sozialaufwand je Mitarbeiter/in, der deutlich über jenem der anderen geprüften Gesellschaften der ZIS lag. Einzelne dieser Aufwendungen entsprachen nicht dem Grundsatz der Sparsamkeit.
  • Zuletzt weist der Landesrechnungshof darauf hin, dass bei Marketingmaßnahmen das Kosten-Nutzen-Verhältnis besser beachtet werden muss. In zwei von der StandortAgentur abgewickelten Fällen bezweifelt er, dass der Aufwand in Höhe von rund € 20.500,-- und € 82.000,-- in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen stehen.

Konkret wird das Anfang des Jahres 2004 durchgeführte Gewinnspiel „Gern in Salzburg“ genauer überprüft. Zielgruppe waren Personen und Organisationen, die sich seit dem Jahr 1999 in Salzburg niedergelassen haben.

Der Gesamtaufwand betrug rund € 82.000,--. Der Anteil der Sponsorengelder lag bei 40 % ( darin enthalten € 15.000,-- von Stadt und Land ), obwohl 80 % angekündigt wurden. Alleine das Ende Februar 2004 veranstaltete Galadiner in der Residenz für 350 Personen verschlang rund € 20.300,--. Die Prüfer bemängelten das Fehlen von Alternativangebote und kamen zu dem Ergebnis, dass dies dem Gebot der Sparsamkeit widerspricht.

„Fehlende Sparsamkeit und Effizienz“, sind zusammengefasst die zwei Hauptkritikpunkte in dem Bericht, der überdies die Notwendigkeit aufzeigt, „dass gerade im Bereich der Wirtschaftsförderung fortwährend geschaut werden muss, wofür das Geld ausgegeben wird. Transparenz und Evaluierung der Maßnahmen – nicht nur bei der StandortAgentur- sind oberstes Gebot“, so Ingeborg Haller abschließend.

Zentrum für Innovation und Standortpolitik

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