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Jungendkriminalität

15.01.2008Soziales: Kinder und Jugendliche

Ursachen und Auswirkung der steigenden Jugendkriminalität.Wenn sich eine Gesellschaft vor der „eigenen Zukunft“ fürchtet und sie wegsperren will, hat sie versagt.

„Unsere Jugend - die Zukunft der Gesellschaft - hält uns mit ihrem Verhalten den Spiegel vor. Die jahrzehntelange Vernachlässigung präventiver Jugendarbeit, das kurzsichtige Schielen auf schnelle politische Erfolge und eine sich entsolidarisierende Gesellschaft stehen am Beginn der Probleme“, kommentiert die Sozial- und Jugendsprecherin der Bürgerliste Ulrike Saghi die öffentliche Forderung von SPÖ, ÖVP und FPÖ nach höheren Strafen.

Der Ruf nach mehr Polizei, auch wenn diese hinkünftig trachtet, auf Jugendagenden spezialisierte Einheiten einzusetzen, ist doch nur das Ende eines Weges, an dem die Gesellschaft vergessen hat die richtigen Weichen zu stellen.

„Prävention rechnet sich nicht in zwei politischen Legislaturperioden, das ist viel mehr ein Langzeitprojekt“ hat Prof. Max Friedrich im Interview ganz richtig festgestellt.

Die Politik hat es verabsäumt die Strukturen zu schaffen, die notwendig sind, um jungen Menschen Perspektiven zu bieten, ihr körperliches und geistiges Potential positiv einzusetzen und sich in einer Gesellschaft integriert zu wissen, ohne dass sie nur als verschiebbare Konsumentenmasse determiniert werden.

„Seit Beginn meiner politischen Arbeit dränge ich darauf, anhand von Analysen und Konzepten in der Jugendarbeit die Bedürfnisse von jungen Menschen zu lokalisieren und dementsprechende Angebote zu verwirklichen.

Betreuung in Jugendprojekten, Streetwork, Prävention in Schulen und vor allem das aktive Auseinandersetzen mit den jungen Menschen durch die Jugendwohlfahrt, wie es auch Prof. Friedrich fordert, sind unerlässlich, um der sich immer schneller drehenden Spirale der Probleme zu entkommen“ hält die engagierte Jugendpolitikerin Saghi an ihre Kritik fest.

Das kurzsichtige Denken und Handeln jetziger Politikergenerationen wird unsere Gesellschaft in absehbarer Zukunft viel – und damit meine ich nicht nur Geld – kosten, ist Saghi überzeugt.

Jetzt ist es an der Zeit ausreichend finanzielle Mittel in die Jugendarbeit zu stecken, sie auf eine breitere Basis zu stellen und Jugendliche in der Artikulation ihrer Bedürfnisse endlich ernst zunehmen, ohne dass sie dazu Gewalt anwenden müssen.

„Bei den Budgetverhandlungen für 2008 wurde festgelegt, dass im Rahmen des kommenden Jugendkongresses das von mir seit Jahren geforderte Jugendkonzept vorgelegt wird – ich bin gespannt, mit welchen Maßnahmen die Verantwortlichen der Herausforderung begegnen werden“ stellt Saghi abschließend fest.

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