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Budget 2008

23.11.2007Frauen: Projekte und Initiativen

Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen kommt!Finanzierung gesichert – Frauenbüro kann Umsetzung planen.

Bereits vor dem Sommer 2007 hat Sonja Schiff, Frauensprecherin der Bürgerliste, die kommende Fußball-EM und den erwarteten Anstieg an Sexarbeiterinnen in Salzburg, zum Anlass genommen auf die in Salzburg fehlende Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen hinzuweisen.

Nach einigem Hin und Her zwischen Sozialabteilung und Amt für öffentliche Ordnung wurde nun die Entwicklung der Beratungsstelle federführend dem Frauenbüro übertragen und die Finanzierung im Budget 08 gesichert.

Sexarbeit ist in Österreich nach wie vor sittenwidrig. Sexarbeiterinnen besitzen keine Arbeitsrechte und werden gesetzlich in die Abhängigkeit getrieben.

So kann in Salzburg keine Sexarbeiterin ein Gewerbe anmelden und legal (angemeldet, versichert, mit regelmäßigen Gesundheitsuntersuchungen) in einer Wohnung ihrem Gewerbe nachgehen. Sie kann ausschließlich in einem Bordell tätig sein und muss dort selbstverständlich „Betriebskosten“ zahlen.

Über 90 Prozent der Sexarbeiterinnen in Salzburg sind Migrantinnen.

Sexarbeiterinnen werden diskriminiert und marginalisiert - nicht nur durch ihre Arbeit, sondern auch durch ihren Status als Migrantinnen“ so Sonja Schiff.

Ein vorrangiges Thema ist Zwangsprostitution und Gewalt. Sexarbeiterinnen sind überdurchschnittlich gesundheitlich gefährdet und häufig in große finanzielle Probleme verwickelt.

„Die geplante Beratungsstelle für Sexarbeiterinnen muss sich an den Problemen der Sexarbeiterinnen orientieren und stark im Bereich Prävention tätig sein (Gesundheitsprävention, Gewaltprävention), sie muss außerdem rechtliche Beratungen anbieten und Hilfestellung beim Ausstieg aus dem Beruf geben.“ beschreibt Sonja Schiff die zukünftige Beratungsstelle.

Nach Wien („Verein SILA“) und Linz (Verein „LENA“), soll nun auch in Salzburg durch niederschwellige und anonyme Beratungs- und Betreuungsangebote die Situation für Sexarbeiterinnen verbessert werden.

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