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Rudolfskai

20.03.2007Soziales: Kinder und Jugendliche

Verbote, Kontrollen, Strafen – die tönernen Füße eines gesellschaftlichen Verdrängungsmechanismus.

Nur mit sinnvollen Alternativen für Jugendliche kann dem „Freizeitvergnügen“ Koma-Saufen eine ernsthafte Konkurrenz erwachsen.

„Die Stadt hat es nicht nur verabsäumt Geld für konsumfreie Freizeiteinrichtungen für Jugendliche in die Hand zu nehmen. Mittlerweile sind auch bestehende Einrichtungen wie das Jugendkulturzentrum MARK im Bestand bedroht, weil der nötige politische Rückhalt fehlt“, schlägt die Sozialausschuss-Vorsitzende Ulrike Saghi Alarm.

In der Sitzung des Gemeinderates am 27. März soll ein Alkoholverbot für den Rudolfskai beschlossen werden. Überprüft werden soll die Einhaltung dieses Verbotes von Polizei und Mitarbeitern des Magistrats.

„Was soll mit einer Eingreiftruppe, der rechtlich die Hände gebunden sind, die weder Personen anhalten, noch Ausweise kontrollieren darf eigentlich wirklich erreicht werden? Die Vorstellung von einer solchen „Amtshandlung“ allein erscheint mehr als grotesk“, stellt Saghi fest.

Dass mit diesen mehr oder weniger sinnlosen Versuchen ernsthaft angenommen wird, das Problem am Rudolfskai in den Griff zu bekommen, zeigt wie weit weg die verantwortlichen Politiker von den Jugendlichen sind.

Tatsache ist, dass am Rudolfskai auf viel zu engem Raum zu viele Konzessionen und Betriebsstättengenehmigungen vergeben wurden – damit wurde die Wurzel für das Übel gesetzt, warnende Hinweise wurden ignoriert.

„Solange nicht intensiv an der Bereitstellung von Alternativangeboten, konsumfreien Zonen und Freizeitangeboten ohne Alkohol vor allem im Wohnumfeld der jungen Menschen gearbeitet wird, sind Verbote, Kontrollen und Strafen nur die erfolglosen Versuche, ein Problem zu überdecken ohne es an der Wurzel anzupacken“, ist die Analyse der in der Jugendarbeit erfahrenen Sozialpolitikerin.

„Ohne dieses Angebot für Jugendliche im Wohnumfeld wird der Brennpunkt Rudolfskai trotz verstärkter Kontrollen nicht zu entschärfen sein“ so Saghi weiter.

Der bereits mehrfach geforderte Lösungsansatz, über strukturierte Jugendarbeit den Jugendlichen in den Stadtteilen Alternativen zu bieten bis heute unbearbeitet.

Stattdessen droht dem Jugendkulturzentrum MARK das baldige AUS, weil es keine geeigneten Räumlichkeiten gibt und der politische Rückhalt für diese Einrichtung fehlt.

Solange sich die Jugendpolitik der Stadt auf Hochglanzbroschüren, Web-Auftritte und Jugendkongresse beschränkt, werden die wirklichen Bedürfnisse und Probleme der Jugendlichen überdeckt.

„Die Politik ist dringend gefordert, das nötige Geld in die Hand zu nehmen, um die notwendigen Rahmenbedingungen zur sinnvollen Freizeitgestaltung im Wohnumfeld zu schaffen und um bestehende Einrichtungen zu erhalten“ fordert Saghi ihre KollegInnen im Gemeinderat auf.

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