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Olympia 2014

16.03.2007Demokratie: Finanzen

Olympische Winterspiele 2014 - Die Evaluierungskommission in Salzburg: Ein Besuch bei Freunden!?

„Nach einer Woche „Schönwetter“-Programm für die Mitglieder des IOC wird es dringend notwendig zum Abschluss des internationalen Besuchs noch einmal die weniger schönen Fakten auf den Tisch zu legen“ ist Klubobmann Hüttinger überzeugt.

Bürgermeister Schaden hat in der vergangenen Woche durch medial bestens kolportierte persönliche Entertainer-Höchstleistungen, den heimischen Medien und der Bevölkerung das Bild präsentiert, die Austragung der Olympischen Winterspiele 2014 für Salzburg brächte nur Erfolg und positive Effekte mit sich.

Tatsache ist allerdings, dass die Olympia-Skepsis in der Bevölkerung nach wie vor sehr hoch ist, v. a. in der Host City Salzburg.

Tatsache ich auch, dass die die wesentlichen Gründe, die gegen die Durchführung Olympischer Winterspiele in Salzburg sprechen, nach wie vor nicht verschwunden sind:

  1. höchst unseriöse Kostenkalkulationen: es ist bemerkenswert, dass die beiden Mitbewerber Pyeongchang und Sotschi mit einem Durchführungsbudget von rd. 1,3 Milliarden Euro kalkulieren – ohne Investitionen! – das im Übrigen exakt dem Budget von Turin 2006 entspricht, während Salzburgs Olympia-Bewerber die Ausgaben mit lediglich 780 Millionen Euro kalkulieren
  2. massive Belastung des Investitionsbudgets der Stadt Salzburg
  3. der „Knebelungsvertrag“ des IOC
  4. völlig falsche touristische Weichenstellung

Geradezu Sand in die Augen aller streuen die Olympia-Werber in der Frage Austragungsstätten. Niemals wird davon gesprochen, welche Folgen die Errichtung der drei fehlenden Sportstätten in Salzburg für das Investitionsbudget der Stadt bringt.

Die Stadt muss ein Drittel für den Bau des Medienzentrums (44,64 Millionen Euro), der Eishalle Liefering (41,6 Millionen Euro) sowie den Ausbau der Eishalle Volksgarten aufbringen.

Auf die Stadt kommen damit Kosten in Höhe von mehr als 40 Mill. Euro zu. Außerdem ist die Finanzierung des Gemeindanteils für die Eishalle in Puch-Urstein bisher nicht geklärt, sodass die Stadt Salzburg dem IOC gegenüber auch dafür haftet.

Hüttinger: „Unser außerordentlicher Haushalt beträgt 28 Millionen Euro. Alles, was darüber hinausgeht, bedeutet Neuverschuldung.“ Angesichts der Tatsache, dass sich Salzburg seit Jahrzehnten kein Erlebnisbad leisten kann, ist es zudem schwer verständlich, weshalb zwei neue Eishallen plötzlich kein Realisierungsproblem darstellen sollten.

„Der Versuch, mit dem Herbeizitieren einer angeblichen Favoritenrolle, einer künstlich stilisierten Euphorie und zwanghaften Bemühungen über Fakten, wie eine unseriöse Kostenkalkulation, zukünftige massive Verkehrs- und Umweltbelastungen und negative nachhaltige Folgen für die Austragungsgemeinden - wie bereits mehrfach am Beispielen von Lillehammer, Salt Lake City oder Turin aufgezeigt - hinwegzutäuschen, ist unverantwortlich gegenüber den BürgerInnen der Stadt, die in der einzigen offiziellen Befragung eindeutig mit großer Mehrheit NEIN gesagt haben“, so Hüttinger abschließend.

Nur zur Erinnerung: Auch vor der letzten Entscheidung wurde Salzburg von den Salzburger Medien und den Salzburger Olympiawerbern zum angeblichen Favoriten hochstilisiert. Die Ernüchterung folgte dann in Prag!

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