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Internationaler Frauentag II

07.03.2007Soziales: Kinder und Jugendliche

Gleichberechtigter Zugang zum Arbeitsmark bei zunehmender Geburtenrate lässt sich nur mit ausreichendem Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen verwirklichen.

Österreich liegt im EU-Vergleich beim Kleinkind-Versorgungsangebot am unteren Limit!

„Dass die SPÖ den internationalen Frauentag gerne zum Anlass nimmt, sich als die verantwortungsbewusste und kompetente Stelle für Frauenanliegen zu präsentieren ist eine bekannte Tatsache.

Interessant wären allerdings Aussagen dazu, wie die jetzige Kanzlerpartei vorhat, im Jahr der Chancengleichheit Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu ermöglichen, ohne dass Frauen einen Nachteil dadurch erfahren, dass sie sich dafür entscheiden, Kinder in die Welt zu setzen“ meint Sozialsprecherin Ulrike Saghi anlässlich des internationalen Frauentages 2007.

Der Europäische Rat hat 2006 die Bedeutung einer verbesserten Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben aufgezeigt. Vor allem sollen Hemmnisse, die Frauen vom Arbeitsmarkt abhalten, beseitigt werden. Wesentlich ist hierbei die ausreichende Versorgung an qualifizierten Kinderbetreuungseinrichtungen.

Als Vorgaben wurden bis 2010 folgende Ziele vereinbart:

für mind. 90% der Kinder zwischen 3 Jahren und Schulpflicht und für mind. 33% der Kinder unter 3 Jahren müssen Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung gestellt werden.

Was die erste Gruppe betrifft, so rangiert Österreich im Mittelfeld, bei der Versorgung der unter 3jährigen muss sich Österreich weit abgeschlagen mit nur 10% in der Schlusslichtkette einreihen.

„Auch wenn Vizebürgermeister Huber die 565 bedarfsgenehmigten Kleinkinderbetreuungsplätze als ausreichend ansieht, lässt sich am Angebot nicht ablesen, ob die Nachfrage gedeckt ist, weil daraus nicht ersichtlich ist, welche Alternativen Eltern in Anspruch nehmen, um ihre Kinder unterzubringen“, kommentiert Saghi die aktuelle Situation in Salzburg im Hinblick auf die EU-Vorgabe.

2005 lebten in Salzburg 5.494 Kinder mit Hauptwohnsitz und einem Alter bis zum vollendeten 3. Lebensjahr, d. h., dass 8% der Kinder mit einem Betreuungsplatz versorgt werden hätten können. Damit liegt Salzburg unter den bundesweiten 10%!

Die Schließung einer Betreuungseinrichtung in Salzburg konterkariert die Vorgaben der EU. Vielmehr muss die Initiative dahin gehen, zur 33%-Abdeckung, die Kinderbetreuung als Sozialanspruch zu gestalten, wie dies bereits in Finnland, Dänemark und Schweden der Fall ist und in Rheinland-Pfalz und Berlin geplant ist.

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