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Solaranlage NET

22.02.2007Natur und Umwelt: Klimaschutz

Lesen Sie die Stellungnahme von Stadtrat Padutsch zum SN Artikel `Veto gegen die Solarenergie`vom 22.2.07.

Vorweg eine Richtigstellung:

Der Gestaltungsbeirat der Stadt Salzburg war mit dem Bauvorhaben von Franz Schweighofer bzw. seiner Firma Neue Energie Technik (NET) überhaupt nicht befasst, weshalb die Feststellung, dass die Photovoltaik-Fassade vom Gestaltungsbeirat abgelehnt wurde, falsch ist!

Zum Vorgang insgesamt ist festzustellen:

Franz Schweighofer hat mit dem Neubau seiner Firmenzentrale, die Planungsvisite der Stadtplanung/Baubehörde erstmals am 05.04.2005 befasst. Das Projekt bzw. der weitere Prozess bis zur letzten Befassung Anfang 2007, war dadurch überschattet, dass am Areal an der Moosstraße unbewilligte Baumaßnahmen eingestellt werden mussten und eine Reihe bereits bestehender Schwarzbauten festgestellt wurde.

Diese sind auf Grund erheblicher Bemühungen der Mitarbeiter von Stadtplanung und Baubehörde großteils zwischenzeitig nachträglich saniert, mit dem Abschluss des Bauvorhabens soll auch ein rechtlich und fachlich einwandfreier Zustand auf der gesamten Liegenschaft wieder hergestellt sein.

Dazu kommt, dass die Bauaufgabe nicht gerade einfach in städtebaulicher, architektonischer und planungsfachlicher Hinsicht ist. Zum einen gibt es das alte Bauernhaus, das für die Charakteristik der Moosstraße prägend ist, zum anderen, wie bereits erwähnt, zwischenzeitig errichtete Zusatzbauten, Geländeveränderungen etc..

Die Planungsvisite hat u.A. deshalb eine Vollverkleidung der Fassade mit Photovoltaikzellen abgelehnt, weil auf Basis des eingereichten, eher expressiven Baukörpers (kontrastierend zum Altbestand), das Material Holz, als verbindendes Element zum Altbestand, als die richtige Lösung angesehen wurde.

Eine teilweise Verkleidung von Fassadenelementen mit Photovoltaik, die als durchscheinend angegeben wurden (z.B. auf Brüstungen etc.), wurde sehr wohl als möglich angesehen, die geforderte Bemusterung erfolgte allerdings nicht und wurde dies von Schweighofer offensichtlich nicht weiter verfolgt.

Generelle Feststellung:

Der Einsatz erneuerbarer Energiequellen, wie eben Photovoltaik, als Fassadenelement und/oder Zusatzeinrichtungen bei Bauten, ist ein Gebot der Stunde. Es muss aber gelingen, sie städtebaulich/architektonisch richtig, also verträglich für Stadt- und Landschaftsbild, in ein durchgängiges schlüssiges Konzept einzubinden und umzusetzen. Dies ist beim gegenständlichen Projekt nicht gelungen (wobei auch der Architekt von Schweighofer gewechselt wurde).

Ich biete Herrn Schweighofer allerdings an, die Projektentwicklung nochmals grundsätzlich neu zu definieren, unter den Rahmenbedingungen, dass eine Photovoltaik-Fassade jedenfalls erreicht werden muss.

Ich bin überzeugt, dass dies gelingen kann, wenn, wie gesagt, diese Prämisse von Anfang an der Entwicklung des Projektes in architektonischer/städtebaulicher Hinsicht vorgegeben ist und habe höchstes Interesse in der Zeit des Klimawandels diesem Konzept zum Durchbruch zu verhelfen, was allerdings nur dann möglich ist, wenn alle Beteiligten, also auch der Bauherr, die dafür notwendigen Rahmenbedingungen akzeptieren.

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