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Pflegepersonal

03.11.2006Soziales: SeniorInnen und Generationen

Weniger Urlaub - mehr Krankenstände: Personal in den städtischen Seniorenheimen belastet!

MitarbeiterInnen der städtischen Seniorenheime sind höher belastet als KollegInnen anderer Abteilungen des Magistrats. Das zeigt eine Anfrageserie der Bürgerliste zum Thema „Belastungssituation der MitarbeiterInnen in den städtischen Seniorenheimen“. Außerdem hat sich gezeigt, dass das Magistrat keine Auskünfte erteilen kann über gemeinhin übliche qualitative Personalkennzahlen.

„Personalkennzahlen wie Fluktuation, durchschnittlicher Krankenstand oder offener Urlaub sind Gradmesser für die Zufriedenheit und Belastungssituation von MitarbeiterInnen. Jedes größere Seniorenheim kann diese Zahlen nennen und berufsgruppenspezifisch analysieren. Nicht so der Magistrat!“ ärgert sich Sonja Schiff, Gemeinderätin und selbst langjährige Pflegefachkraft.

Dabei hat eben erst eine Studie der AK wieder gezeigt: 33% aller Pflegepersonen bezeichnen sich als Burnout gefährdet. Jede zweite Pflegeperson sagt, sie wäre physisch und psychisch stark belastet. Und auch die wenigen Zahlen die Schiff im Rahmen der Anfrageserie erhalten hat bzw. sich selber ausgerechnet hat zeigen, dass das Personal in den städtischen Heimen stärker belastet ist als die MitarbeiterInnen anderer Magistratsabteilungen: So hatten Ende des Jahres 2005 die MitarbeiterInnen der städtischen Seniorenheime durchschnittlich 20,9 offene Urlaubtage, die sie nicht konsumieren konnten.

Bei den restlichen MitarbeiterInnen des Magistrats waren es nur 14,3 Tage. MitarbeiterInnen in Seniorenheimen konnten sich demnach um 6,6 Tage weniger Urlaub im vergangenen Jahr nehmen als Magistratsbedienstete anderer Abteilungen. Außerdem waren im Jahr 2005 die MitarbeiterInnen der Seniorenheime durchschnittlich 13,3 Tage krank, die MitarbeiterInnen des restlichen Magistrates aber um einen Tag weniger, also 12,3 Tage.

„Um die Pflege unserer älteren Generation zu sichern, brauchen wir langfristig gesundes und motiviertes Personal. Belastungen frühzeitig zu erkennen und Strategien zu entwickeln um Belastungen entgegenzuwirken, ist daher kein Luxus sondern ein Muss.“ argumentiert Sonja Schiff.

Im kommenden Gemeinderat wird sie daher einen Antrag stellen, die Belastungssituation des Personals der städtischen Heime regelmäßig zu analysieren und einen Maßnahmenkatalog zu erarbeiten.

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