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Alkoholprävention

16.01.2007Demokratie: Verwaltung

Betriebliche Suchtprävention:´Vogel Strauß Politik´ der Verantwortlichen im Magistrat. Keine Information über den Projektstand, keine Antworten auf viele Fragen!

„Gerade in einem großen Unternehmen wie dem Magistrat dürfen die Verantwortlichen nicht weiter die Augen davor verschließen, dass es MitarbeiterInnen mit Alkoholproblemen gibt und es in der Dienstgeberverantwortung liegt, Hilfestellungen anzubieten“, fordert Ulrike Saghi, Sozialsprecherin der Bürgerliste.

In Graz ist die „betriebliche Suchtprävention“ ein spezifischer Bereich betrieblichen Gesundheitsmanagements und zielt darauf ab, die Gesundheit der MitarbeiterInnen zu erhalten, die Anzahl der Krankenstände zu senken, den verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu fördern, MitarbeiterInnen mit Alkoholproblemen frühzeitig zu erfassen und mit geeigneten Maßnahmen und Interventionen dagegen zu wirken.

Das erfolgreiche Projekt sollte nach dem Willen der engagierten Sozialpolitikerin Ulrike Saghi, in Salzburg Nachahmung finden. Die hat daher bereits im Mai 2006 einen diesbezüglichen Antrag gestellt.

Die verantwortlichen Stellen im Magistrat zeigen sich seit Antragstellung jedoch mehr als unwillig, sich mit betrieblicher Suchtprävention auseinanderzusetzen, dabei sprechen die Zahlen eine deutliche Sprache und mahnen zur Eile:

Nur etwa ein Sechstel der erwachsenen ÖsterreicherInnen ist abstinent, hingegen trinken 37% der Männer und 12% der Frauen täglich Alkohol. Jede/r zehnte Österreicher/in erkrankt an Alkoholismus.

Die Auswirkungen von Alkoholismus sind neben den individuellen und gesundheitlichen auch bedeutende volkswirtschaftliche. Aktuelle Zahlen zeigen, dass das Thema Alkohol am Arbeitsplatz in Österreich einen betriebswirtschaftlichen Schaden von mehr als € 725 Millionen jährlich verursacht.

Wie dringlich die Behandlung dieses Themas ist, zeigt u. a. das EU-InterregIIIA-Projekt „Suchtprävention in Klein- und Mittelbetrieben“. In diesem Rahmen findet morgen, Mittwoch, 17. Januar bereits zum zweiten Mal eine Schulung zur den Grundlagen der Suchtprävention in Betrieben statt.

Im Magistrat Salzburg bevorzugt man jedoch die „Kopf in den Sand Variante“, denn was nicht sein soll, darf nicht sein. Eine Anfrage an den Bürgermeister zum Projektstand ist seit November 2006 unbeantwortet und es gibt keinerlei Information über den geplanten Verlauf, bzw. die geplante Vorgangsweise.

„Gerade in einem großen Unternehmen wie dem Magistrat dürfen die Verantwortlichen nicht weiter die Augen davor verschließen, dass es MitarbeiterInnen mit Alkoholproblemen gibt und es in der Dienstgeberverantwortung liegt, Hilfestellungen anzubieten“, meint Ulrike Saghi abschließend.

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