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Ehrungen für Frauen

04.07.2006Frauen: Frauenförderung und Gleichstellung

Morgen im Gemeinderat: Orden und Ehrungen für Männer. Frauen gehen (fast) leer aus! Bürgerliste fordert quantitativen Geschlechterausgleich!

Die Landeshauptstadt Salzburg ehrt jedes Jahr als äußeres Zeichen der Anerkennung Menschen die in Beziehung zur Stadt Salzburg stehen, oder sich auf dem Gebiet der Kunst, der Wissenschaft oder des öffentlichen Lebens um die Stadt verdient gemacht haben.

Wie sieht es dabei mit der Geschlechtergerechtigkeit aus? Gut für die Männer, bescheiden für die Frauen!

2004 wurden:

  • 1 Ehrenbürgerbrief,
  • 1 Wappenmedaille in Gold,
  • 3 Ringe der Stadt Salzburg
  • und 4 Stadtsiegel in Silber an Männer vergeben.

2 Stadtsiegel in Silber ergingen an Frauen.

Somit erhielten 2004 insgesamt 14 Männer, jedoch nur 2 Frauen eine Ehrung.

2005 wurden:

  • 2 Ehrenbürgerbriefe,
  • 4 Wappenringe,
  • 1 Wappenmedaille in Gold,
  • 1 Wappenmedaille in Silber,
  • 2 Ringe der Stadt Salzburg,
  • 2 Ehrenbecher
  • und 4 Stadtsiegel in Gold an Männer vergeben.

1 Stadtsiegel in Gold erging an eine Frau.

Somit erhielten 2005 insgesamt 16 Männer, jedoch nur 1 Frau eine Ehrung.

Im laufenden Jahr (Stand März 2006) erhielten 14 Männer aber nur 7 Frauen einen Bürgerbrief.

Auffällig ist dabei außerdem: Je bedeutsamer die Ehrung, desto weniger geht sie an Frauen!

Frauen gestalten die Stadt Salzburg gesellschaftlich wesentlich mit, dabei stehen sie nicht immer sichtbar im Vordergrund, ihre Arbeit ist jedoch unentbehrlich.“ ist Sonja Schiff, Frauensprecherin der Bürgerliste verwundert ob dieses Ungleichverhältnisses.

So ist etwa aus der Vereinsarbeit bekannt, dass Männer oft Funktionen wie Obmann und Kassier bekleiden, Frauen jedoch die eigentliche Arbeit des Vereins machen (etwa bei viele sozialen Initiativen).

In Wissenschaft, Kunst und Kultur haben Frauen schon lange aufgeholt und erbringen großartige Leistungen. Allerdings sind sie oft weniger sichtbar als Männer (auch weil sie weniger oft in Verbindung mit großen und bekannten Institutionen genannt werden - dort bekommen sie weniger Chancen als Männer).

„Gerade deshalb müssen Frauen bei Ehrungen stärker berücksichtigt werden. Das Engagement von Frauen in Vergangenheit und Gegenwart muss gleichberechtigt sichtbar gemacht werden.“ fordert Gemeinderätin Sonja Schiff.

Sie wird daher in der morgigen Sitzung des Gemeinderates beantragen, dass die Vergabepraxis der Ehrungen überprüft wird und neue Vergabekriterien entwickelt werden sollen, die auch die Lebensläufe von Frauen berücksichtigen.

„Außerdem sollen in einem der kommenden Jahre ausschließlich Frauen geehrt werden. Immerhin gibt es da viel aufzuholen“ so Schiff abschließend.

Zugehöriger Antrag

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