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Mobilfunk

16.05.2006Natur und Umwelt: Mobilfunk

Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung. Die Bürgerliste wird in der morgigen Sitzung des Gemeinderates einen Dringlichkeitsantrag einbringen.

Die Diskussion um die gesundheitlichen Risiken, die mit Mobilfunk verbunden sind, ist seit vielen Jahren ein Thema. Gerade in der letzten Zeit hat diese wieder an Aktualität gewonnen, weil in den letzten Monaten in angesehenen wissenschaftlichen Zeitschriften Arbeiten veröffentlicht wurden, die zu großer Sorge Anlass geben.

In der Februarausgabe des International Journal of Oncology werden die Ergebnisse einer Forschung bezüglich des signifikanten Zusammenhangs zwischen Mobiltelefonieren und verschiedenen Gehirntumoren publiziert.

In der neuesten Ausgabe des „Journal of Occupational and Environemental Medicine“ wurde eine Untersuchung der Universität Wien veröffentlicht, die einen signifikanten Zusammenhang zwischen der im Schlafbereich gemessenen Mobilfunkstrahlung und verschiedenen Symptomen wie Kopfschmerzen und Konzentrationsproblemen nachweist.

Seit Jahren fehlt in Österreich ein Gesetz, das den Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung regelt. Zwar hat es mehrere Anläufe von verschiedenen MinisterInnen dazu gegeben, die aber nie in das Stadium einer Beschlussfassung gekommen sind.

Die Bürgerliste beantragt daher, dass der Gemeinderat der Stadt Salzburg die Bundesregierung ersucht, ein Gesetz zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (EMF) unter Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips, des Schutzes bei Langzeitexpositionen und des Schutzes besonders empfindlicher Gruppen zu erarbeiten und dem Parlament zur Beschlussfassung vorzulegen.

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