RSS
f
Startseite > Presse > Videoüberwachung
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Videoüberwachung

09.05.2006Soziales: Kinder und Jugendliche

Videoüberwachung am Rudolfskai: Problem wird verdrängt, aber nicht gelöst!

„Durch die Videoüberwachung am Rudolfskai werden die Schauplätze von Gewalthandlungen nur auf andere Orte verdrängt. Außer der systematischen Aushöhlung des Datenschutzes bringt eine derartige Überwachung aber keine grundlegende Lösung für die Konflikte am Rudolfskai.

Vielmehr müssen Schritte gegen die Anhäufung an Lokalen und gegen den exzessiven Alkoholverkauf an Jugendlich gesetzt werden, um die Rahmenbedingungen für weitere Maßnahmen zu schaffen,“ ist Sozialausschussvorsitzende Ulrike Saghi überzeugt.

Auch wenn erste Erfolgsmeldungen über die Wirkung der Videoüberwachung für manch Einen gut klingen, darf man sich von diesem „Pyrrhussieg“ nicht täuschen lassen. Wie sich bereits zeigt, verlagert sich die gewaltbereite Szene sehr rasch auf andere Plätze, wie etwa den Hanuschplatz.

Wenn die Antwort darauf wieder nur „Videoüberwachung“ lautet, wird bald die ganze Stadt mittels Kameras überwacht und somit der Datenschutz komplett ausgehöhlt.

Wichtiger wäre es, die Rahmenbedingungen zu analysieren und von Grund auf zu ändern. Tatsache ist, dass am Rudolfskai auf viel zu engem Raum zu viele Konzessionen und Betriebsstättengenehmigungen vergeben wurden – damit wurde die Wurzel für das Übel gesetzt, warnende Hinweise wurden ignoriert.

Anstatt von politischer Seite lenkend einzugreifen und etwa dem Schutz der Jugend Vorrang einzuräumen, wurde bedenkenlos ein Brennpunkt geschaffen.

Der von der Bürgerliste mehrfach geforderte Lösungsansatz (zuletzt per Antrag im Jahr 2004), über strukturierte Jugendarbeit die Jugendlichen in den Stadtteilen zu halten und ihnen Alternativen zum allabendlichen Besäufnis in der Innenstadt zu bieten, blieb bis heute unbearbeitet.

Wenn es den verantwortlichen Politikern nicht bald ernst wird, mit einer „wirklichen“ Jugendarbeit, die sich nicht nur mit Hochglanzevents vor Wahlen begnügt, muss so rasch wie möglich das nötige Geld in die Hand genommen werden, um diese Rahmenbedingungen zu schaffen.

Bereits im letzten Jahr haben wir diese Forderungen an Bürgermeister Schaden und Vizebürgermeister Huber gestellt. Anstatt wieder nach strengeren Kontrollen zu schreien, hätten sie das vergangene Jahr besser dazu genützt, mit der Erarbeitung von Rahmenbedingungen präventiv tätig zu werden.

„Nur in Kombination mit sinnvollen Alternativangeboten für die Jugendlichen, der Einhaltung des Jugendschutzes und der Reduktion der Lokale am Rudolfskai, ist gewährleistet, dass Jugendliche auch ohne Videoüberwachung ihre Freizeit in Salzburg genießen können“, so Saghi abschließend.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Videoüberwachung
RSS
f