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W-LAN Fortsetzung

09.05.2006Natur und Umwelt: Gesundheit

W-LAN Anfragebeantwortung durch BM Schaden: Schulamtsleiter bagatellisiert Gesundheitsrisiko. Einsatz von umstrittenem Chip zu angeblicher Reduktion von Mobilfunkstrahlung.

Die Diskussion um die Einführung und Verwendung von W-LAN (kabelloses Computernetzwerk) in den Salzburger Volks-, Sonder- und Hauptschulen ist allseits bekannt. Die Antworten von Bürgermeister Schaden auf Anfragen von Bernhard Carl zu diesem Thema haben nun interessante Informationen zu Tage gefördert:

Auf die Frage, seit wann das Schulamt die Empfehlungen der Landessanitätsdirektion vom November 2003 W-LAN nicht zu verwenden, bekannt seien, behauptet deren Leiter Dr. Ahr, diese erst mit Einlangen dieser Anfrage gesehen zu haben.

„Liest der Leiter des Schulamtes keine Zeitung? Seit Jahren warnt Dr. Gerd Oberfeld auch öffentlich vor dem Einsatz dieser Technologien. Das Schulamt hat bezügliche der Gesundheitsaspekte auch eine Holschuld. Schließlich geht es um die Gesundheit von Kindern“, sagt Bernhard Carl, Gesundheitssprecher der Bürgerliste.

Das Schulamt gibt weiter an, sich bezüglich des Einsatzes von W-LAN an die Empfehlungen der WHO zu halten. Allerdings wird die WHO bezüglich Grenzewerten im Bereich Mobilfunk von Wissenschaftern massiv kritisiert, weil diese unter Einbeziehung eines industrienahen Beratungsgremiums entstanden sind.

Und die WHO schreibt selbst über ihre Grenzwerte in einer Broschüre:

„keine Normungsbehörde hat Expositionsrichtlinien mit dem Ziel erlassen, vor langfristigen gesundheitlichen Auswirkungen, wie einem möglichen Krebsrisiko, zu schützen“.

Was aber besonders aufschreckt und irritiert ist die Antwort auf die Frage, was Eltern tun sollen, die bei Abstimmungen im Schulforum in der Minderheit geblieben sind, sich aber Sorgen um die Gesundheit ihrer Kinder machen.

Laut Schulamtsleiter sollten diesen Eltern Messungen angeboten werden. Besonders absurd ist aber der Bericht einer „Entstörung“ durch einen Aufkleber mit aufgedampfter Alufolie.

"Es stellt sich die Frage, wieso das Schulamt Entstörungen anbietet, wenn es angeblich ohnehin kein Gesundheitsrisiko durch W-LAN gibt. Außerdem ist die Wirksamkeit dieses Aufklebers physikalisch nicht plausibel und auch wissenschaftlich nicht unumstritten.

Der ressortzuständige Bürgermeister Schaden soll diesem Spuk ein Ende machen. Statt mit untauglichen Mitteln gegen die Gesundheitsbelastung vorzugehen und Eltern wie LehrerInnen dadurch in falscher Sicherheit zu wiegen, muss die Ausrüstung von Schulen mit W-LAN sofort gestoppt werden.

Kabelgebundene Netzwerke sind völlig ausreichend und bergen keine Gesundheitsgefahr“ so Carl abschließend.

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