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Karfreitag ''Er-Lösung''

10.04.2006Kultur: Kulturprojekte

Schaden als Zensor! Salzburg soll Schauplatz politisch genehmer Kunst werden – wenn nötig auch mit fragwürdigen Methoden.

Gehorchen oder Subventionskürzung: unverhohlene Erpressung der ARGE durch einen Bürgermeister, der sich zur selbst zum Maß aller künstlerischen Entscheidungen macht!

Geschmacksmafia regiert Salzburgs Kulturgeschehen!

In den letzen Tagen hat die geplante Performance „ER-Lösung? Eine Glaubensprozession“ die von der ARGE Kultur veranstaltet wird, für Aufregung gesorgt. Besonders die auf der Ankündigung nackte Frau am Kreuz steht dabei im Mittelpunkt der Kritik.

Dass die katholische Kirche damit nicht glücklich ist, ist nachvollziehbar, die Drohung der ÖVP die VeranstalterInnen zu klagen, ist angesichts der Rolle, die sie im Zusammenhang mit der Hubschrauberaktion gespielt hat, auch nicht weiter verwunderlich.

Allerdings strotzen die Aussagen der Klubobfrau der ÖVP Mag. Schmidt neuerlich vor Unsachlichkeit. Ohne zu recherchieren und mit den Verantwortlichen Kontakt aufzunehmen, be- und verurteilt sie künstlerische Aussagen. Es scheint ihr hier wie bereits in der Vergangenheit vielmehr um das Sammeln von politischem Kleingeld als um Sachpolitik zu gehen.

Wenn nun zusätzlich Heinz Schaden in einer Salzburger Tageszeitung die Absage der Veranstaltung fordert und dies mit den Worten „Ich will sicher nicht drohen. Aber es wird riesige Streitereien um jede Subvention für die ARGE geben, wenn diese Provokation stattfindet…“ unterstreicht, dann muss man von einem handfesten Skandal sprechen.

Beginnend mit der Beseitigung des „Arc de Triomphe“ der Künstlergruppe „Gelatine“, über die unsägliche Debatte bezüglich des Hubschraubers am Mozartplatz, bis hin zur aktuellen Diskussion über die Performance der ARGE beweißt Bürgermeister Schaden auch hier wieder seinen kleingeistigen, windschlüpfrigen und populistischen Zugang zur zeitgenössischen Kunst. Alles was nicht auf den ersten Blick gefällt und/oder Gesellschaftskritik enthält, wird von ihm verhindert.

„Man kann über die Aktion „ER-lösung“ unterschiedlicher Meinung sein, aber die unverhohlene Drohung an die ARGE, ihre Subventionen zu kürzen, sollte sie an der Veranstaltung festhalten, ist ein kulturpolitischer Skandal. Diskussionen und Kritik kann und soll es geben, aber das was hier passiert grenzt an Diktatur“, so Kultursprecher Mag. Bernhard Carl.

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