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Aktive Frauenpolitik

14.03.2006Frauen: Gender Mainstreaming

Aktive Frauenpolitik contra frauenpolitischen Stillstand.Bürgerliste fordert frauenpolitische Offensive!

In der Stadt herrscht, bis auf die Initiative „Gender Budgeting“ der Bürgerliste im Herbst 2004 frauenpolitisch Stillstand. Jährlich wird der Stadt am Frauentag ein Frauenpreis vergeben, auf diskriminierende Rahmenbedingungen für Frauen hingewiesen, aber das war es auch schon. Ja selbst dort, wo die Stadt Vorbild sein sollte/könnte, ist es nicht weit her mit der Umsetzung frauenpolitischer Forderungen:

Beispiel 1: Geschlechtergerechte Sprache:

Als begleitende Maßnahme wurde etwa im Frauenförderplan 2002 beschlossen alle Einrichtungen der Stadt Salzburg geschlechtsneutral zu benennen, sowie alle Schriftstücke geschlechterneutral zu verfassen.

Trotzdem gibt es in Salzburg immer noch ein Bürgerservice und kein BürgerInnenservice, ein Einwohneramt und kein EinwohnerInnenamt, ein Bewohnerservice und kein BewohnerInnenservice, die Seniorenbetreuung und keine SeniorInnenbetreuung, ein Kundencenter und kein KundInnencenter.

Es wird eine Seniorenbroschüre herausgegeben, das Wirtschaftsservice empfiehlt die Bestellung eines Abfallbeauftragten und der Bürgermeister überreicht den Bürgerbrief auch an 2 Frauen.

Die wiederholten „scherzhaften“ Eröffnungen der Gemeinderatssitzungen mit den Worten „Pack´mas Burschen“ durch Bürgermeister Schaden dient dabei sicher auch nicht als Vorbild.

„Die vor allem männlichen Bezeichnungen spiegeln eine Wertehaltung wider, die Frauen und deren Wunsch nach Gleichberechtigung schlichtweg ignoriert.“ meint dazu Sonja Schiff, Frauensprecherin der Bürgerliste.

Beispiel 2: Frauenanteile in stadteigenen Gesellschaften und Beteiligungen:

Der Frauenförderplan 2002 sieht vor die „gläserne Decke“ im Magistrat zu durchbrechen und den Frauanteil in allen Entlohnungsgruppen zu erhöhen. In den stadteigenen Gesellschaften und Beteiligungen kommt dieser Frauenförderplan aber nicht zum Tragen. Die Situation in den 14 stadteigenen Gesellschaften und Beteiligungen zeigt sich wie folgt:

Von 17 Positionen im Bereich Vorstand und Geschäftsführung sind 15 Positionen männlich besetzt und nur 2 Positionen weiblich (Landestheater und Zoo), also 12% zu 88 %.

Von 126 MitgliederInnen in Aufsichträten sind gerade einmal 28 Frauen gegenüber 98 Männern, also 22% zu 78%. Nur in zwei Unternehmen ist der Aufsichtsrat paritätisch besetzt (Zoo, Tourismus Salzburg GmbH)). In zwei Unternehmen findet sich im Aufsichtsrat nur eine Frau (Salzburger Flughafen, Messezentrum). In einem Unternehmen findet sich gar weder in der Führung, noch im Aufsichtsrat eine Frau. Das Unternehmen ist ganz und gar in männlicher Hand (Salzburg AG).

„Ein Frauenanteil von 50% in allen Tätigkeitsfeldern und Verantwortungsbereichen, sowie eine geschlechtergerechte Sprache, sollte mittlerweile eigentlich Normalität sein. Dass wir davon noch weit weg sind, ist ein Zeichen von Ignoranz.

Wir müssen die Vorstellungen in den Köpfen der Menschen ändern. Solange der Großteil der Bevölkerung sich beim Begriff Aufsichtrat vor allem honorige ältere Männer vorstellt, so lange werden dort auch wie selbstverständlich vor allem honorige ältere Männer sitzen.“

Die Bürgerliste fordert deshalb:

  • die sofortige und uneingeschränkte Umsetzung der geschlechtergerechten Bezeichnung und Sprache im Magistrat und allen Schriftstücken.
  • Die Umsetzung des Frauenförderplans in allen stadteigenen Gesellschaften und Beteiligungen.
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