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Kunstwerke der Stadt

10.02.2006Kultur

Verantwortungsloser Umgang mit den Kunstgegenständen der Stadt Salzburg!?

Die Erfassung und Katalogisierung jener Kunstgegenstände, die sich im Besitz der Stadt Salzburg befinden, lässt immer weiterhin zu wünschen übrig, wie der aktuelle Prüfbericht des Kontrollamtes zeigt. Auch sind Mängel in der Verwahrung noch immer nicht beseitigt.

Zur Erinnerung - der Prüfbericht aus dem Jahr 2003:

Im Jahr 2003 hat das städtische Kontrollamt arge Mängel bei der Inventarisierung der Kunstwerke des Magistrats aufgezeigt. Die Stadt Salzburg kauft seit dem Jahr 1953 Kunstwerke an. Unter dem Aspekt der sozial motivierten Kunstförderung wurden in der Mehrzahl Gemälde, aber auch Skulpturen, Druckwerke und Fotographien angeschafft.

Auf über 3.000 Werke wuchs der Bestand in über fünfzig Jahren. Die Werke wurden – ohne entsprechende Erfassung – entweder verliehen oder meist unsachgemäß gelagert. Der Bericht des Kontrollamtes aus dem Jahr 2003 stellt fest, dass 300 Bilder fehlen.

Die Inventarisierung wurde als unübersichtlich und die Aufzeichnungen als unvollständig und veraltet kritisiert. Das Amt, die damalige Kulturabteilung gestand Fehler ein und schwor Besserung.

Keine Besserung in Sicht - der aktuelle Prüfbericht:

Die Bilanz, die das Kontrollamt in dem aktuellen Bericht zieht, ist ernüchternd:

Im Grunde ist (immerhin sind fast drei Jahre vergangen) nicht viel passiert. Lediglich 25% des Bilderbestandes wurden seither erfasst. Die Aufbewahrungssituation der Bilder wurde nicht merklich verbessert. Auch der Verbleib der fehlenden 300 Bilder ist nach wie vor nicht geklärt.

…und was sagt das Amt?

Auch wenn das Kulturamt in seiner Stellungnahme zum Kontrollamtsbericht festhält, dass das Thema Inventarisierung, Bewertung und Betreuung der angekauften Kunstgegenstände ernst genommen wird, so scheitern die verantwortlichen Personen offensichtlich an der ihnen gestellten Aufgabe. Das Amt begründet das Scheitern mit fehlenden finanziellen und personellen Ressourcen.

Alleinige Ursache der Misere sind aber nicht nur die fehlenden Ressourcen. Vielmehr hat es die Stadt in den letzten Jahren schlichtweg verabsäumt, mit den angekauften Kunstgegenständen verantwortungsvoll umzugehen .

„Offenbar hat sich niemand in der Stadt für die Bilder verantwortlich gefühlt.

Anders ist nicht erklärbar, wie die Kunstgegenstände einfach nach Belieben von Abteilung zu Abteilung gewandert sind und auch an magistratsfremde Einrichtungen wie zum Beispiel dem ORF, dem Alpenverein und anderen Einrichtungen ausgegeben wurden, ohne eine lückenlose Dokumentation vorzunehmen“, so die Schlussfolgerung von Mag. Ingeborg Haller, GR der Bürgerliste.

„Eigentlich ein ungeheuerlicher und unverantwortlicher Umgang – nicht nur den KünstlerInnen, sondern auch den SteuerzahlerInnen gegenüber“, ist Haller überzeugt.

Der Missstand kann nur durch eine rasche Aufarbeitung der Versäumnisse beseitigt werden.

Die Bürgerliste fordert daher den ressortverantwortlichen Bürgermeister Schaden auf dafür Sorge zu tragen, dass die vollständige Erfassung und Katalogisierung des Bestandes der Kunstgegenstände unverzüglich erfolgt!

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