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Geld für Sanierungen

09.02.2006Kultur: Kulturfinanzierung

Kein Geld für Erhalt der historischen Gebäude, dafür Millionen für Olympiabewerbung? Sanierung der Universitätskirche und der Markuskirche dringend erforderlich!

Dass das Weltkulturerbe Altstadt Salzburg einen nicht unwesentlichen Anteil an der Attraktivität Salzburgs für Gäste aus aller Welt hat, dürfte nicht ganz unbekannt sein.

Dass die historische Substanz jedoch auch ausreichend Pflege zum Erhalt braucht, scheint nicht allen Verantwortlichen bewusst zu sein, bzw. in der Prioritätenreihung unter ferner liefen angesiedelt zu sein.

Die Stadt Salzburg hat zwar mindestens € 900.000,-- für eine neue Olympia-Bewerbung, die von der Mehrheit der Stadtbevölkerung klar abgelehnt wird (61 % haben NEIN zu einer Olympiabewerbung gesagt), andererseits sind im Budget 2006 für Sanierungen der Stadtdenkmäler nur € 25.000,-- vorgesehen. Das zeigt, wohin sich die Stadt entwickelt.

Fischer von Erlach, der sich 1693 – 1699 in Salzburg aufgehalten hat und hier maßgebliche, das Stadtbild prägende Kirchenbauten ausführte, feiert heuer seinen 350. Geburtstag.

Eine Stadt, in der 100 Jahre später Mozart das Licht der Welt erblicken wird, deren kulturelles Erbe nicht nur auf dem Werk dieses Genies beruht, sondern ebenso auf der Einzigartigkeit seines baulichen Ensembles hätte es sich wohl verdient, ein bisschen mehr Zuwendung (in finanzieller Form!) von Seiten der heute für ihren Erhalt zuständigen Zeitgenossen zu erhalten.

Dass Bürgermeister Schaden und mit ihm die Spitzen von ÖVP und FPÖ größte Probleme im Umgang mit zeitgenössischer Kunst haben, beweisen sie gerade bei der aufgeregten Diskussion um die Aktionen im Rahmen von Kontra.com auf blamable Weise. Offensichtlich ist aber auch das Interesse an der Erhaltung des kunsthistorischen Erbes gering.

BL-Klubobmann Helmut Hüttinger dazu:

“Die Stadt muss endlich ihre Prioritäten klar definieren und entsprechend finanzieren.

Statt millionenteurer Mega-Sportevents, die von der Mehrheit der SalzburgerInnen abgelehnt werden, soll Bürgermeister Schaden lieber die Qualitäten und den Ruf Salzburgs als Kulturstadt stärken – und da gehört die Förderung zeitgenössischer Kunst genauso dazu, wie die Pflege und Erhaltung der kunsthistorischen Bauten und Denkmäler.“

http://salzburg.orf.at/stories/88340/

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