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Kontra.com

08.02.2006Kultur: Kulturprojekte

Salzburg wieder einmal auf dem Weg zur internationalen Blamage. Politische Zensur für zeitgenössische Kunst im großen Mozartjahr.

„Politischer Segen“ im September 2005, jetzt, mitten in den Vorbereitungsarbeiten, populistisches politisches Veto!?

Die politische Spitze der so genannten „Mozartstadt und Kulturmetropole“ Salzburg ist gerade wieder einmal dabei, der ganzen Welt zu zeigen, wie kleinkariert und provinziell und alles andere als weltoffen Salzburg tatsächlich ist.

Der einzige Lichtblick zeitgenössischer Kunst im großen Mozartjahr, das Festival Kontra.com, soll offensichtlich einer politischen Zensur unterworfen werden.

Ausgerechnet der sozialdemokratische Bürgermeister und Kulturressortchef dürfte vom Grundsatz „Der Zeit ihre Kunst, der Kunst ihre Freiheit“ (Secessionsaufschrift)nicht viel halten.

Schon im letzten Stadtratskollegium hat Schaden seine persönlichen Vorbehalte gegen das Projekt der international anerkannten Künstlerin Paola Pivi am Mozartplatz und ursprünglich auch gegen das von Hans Schabus am Eingang zum Mirabellgarten („4 Meter hoher Bretterverschlag“) vorgebracht und vorgeschlagen, die zivilrechtliche Bewilligung für die Benützung von öffentlichen Grund, quasi als Veto der Stadt, nicht zu erteilen.

Politische Zensur von Kunstprojekten ist für mich eine Grundsatzfrage, aber mein heftiger Protest dagegen hat nichts daran geändert, dass Schaden mit den Stimmen der Kollegiumsmitglieder der ÖVP, SPÖ und FPÖ eine Wohlmeinung gegen die Erteilung der zivilrechtlichen Bewilligung erreicht hat.

Dies, obwohl schon in der Sitzung des Stadtsenates am 19.09.2005, auch mit den Stimmen von Schaden, Preuner, Panosch und Huber, die Wohlmeinung des Fachbeirates „Kunst im öffentlichen Raum“ zur Umsetzung der Projekte von „Kontra.com“ zustimmend zur Kenntnis genommen wurde.

Nach dieser Zustimmung hat das Generalsekretariat für Mozart 2006 unverzüglich die Vorbereitungsarbeiten für die Projekte aufgenommen.

Jetzt nach monatelangen Vorbereitungsarbeiten ein Veto einzulegen, bedeutet nicht nur eine Brüskierung der Künstler und der international sehr renommierten Kuratoren Max Hollein und Thomas Zierhofer, sondern auch eine Diskreditierung der Stadt Salzburg als ewig gestrige, kleinkarierte und populistische Kulturprovinz.

Wenn unser guter Wolfgang Amadeus schon posthum die schamlose Ausschlachtung seines Namens, einen regelrechten „Mozart-Overkill“, ertragen muss, dann sollte man diesem, für seine Zeit äußerst zeitgenössischen und modernen Künstler, nicht auch noch die Zensur des einzigen zeitgenössischen Kunstprogramms, in seinem 250. Geburtsjahr in seiner Geburtsstadt, zumuten.

Die Forderung kann deshalb nur lauten:

Unverzügliches Ende irgendeiner Vetodebatte, konsequentes Umsetzen aller Projekte von Kontra.com mit ausdrücklicher Zustimmung des Bürgermeisters und der Mitglieder der Stadtregierung.

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