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Videoüberwachung

07.02.2006Demokratie: Menschenrechte

Big Brother is watching you - Videoüberwachung am Salzburger Bahnhof!

Seit Samstag wird laut ORF-Meldung vom 4.2.2006 der gesamte Bahnhofsvorplatz mit Videokameras überwacht. Unter dem Vorwand des Schutzes der einzelnen BürgerIn werden offenbar reihum öffentliche Plätze unter Videoüberwachung gestellt. Die Vision in Georg Orwells Roman 1984 vom Überwachungsstaat nimmt nun auch in Salzburg konkrete Formen an.

Sicherheitspopulismus versus BürgerInnenrechte!

Seit dem vergangenen Wochenende wird der gesamte Salzburger Bahnhofsvorplatz per Videokamera überwacht. Die ständige Videoüberwachung von öffentlichen Plätzen führt zu einer massiven Einschränkung der Persönlichkeitsrechte eines/er jeden Einzelnen.

Unter dem Deckmantel der erhöhten Sicherheit werden Kameras aufgestellt und damit sensible Daten von Menschen gesammelt und gespeichert. Der gläserne Mensch ist keine Vision mehr, sondern Realität geworden.

Heute der Bahnhofsvorplatz, morgen der Rudolfskai, demnächst vielleicht der Kapitelplatz und dann die Salzachufer!?

Scheinbar mehr Sicherheit durch Videoüberwachung!

Wenn auch möglicherweise der eine oder andere Straftäter durch eine Videoaufzeichnung - als objektives Beweismittel- überführt werden kann, zeigt die Erfahrung, dass sich potenziell aggressive Gewalttäter durch eine Videokamera nicht abschrecken lassen und trotzdem zuschlagen. Auch wird die Drogenkriminalität durch Videoüberwachung nicht verhindert, sondern auf andere Plätze verlagert.

Der Bevölkerung wird durch das Installieren einer Videokamera vorgegaukelt, dass die Plätze sicherer geworden sind, was nicht stimmt. Sicherer werden öffentliche Plätze, wie der Bahnhof nicht durch Kameras, sondern dann wenn sich die Polizei präsent zeigt und vor Ort ist. Statt teure Kameras anzuschaffen, sollten die Einsparungen beim Personal rückgängig gemacht werden.

Gerade an stark frequentierten öffentlichen Plätzen, wie dem Bahnhofsvorplatz, ist eine ständige Videoüberwachung überzogen.

„Sie dient mehr der Überwachung als dem effektiven Schutz der BürgerInnen“, ist Ingeborg Haller, GR der Bürgerliste, überzeugt.

Überzogene Videoüberwachung kann im Gegenteil dazu führen, dass sich die Kriminalität in Nebenstrassen und auf andere Plätze verteilt, wodurch die Überwachung durch die Polizei erst erschwert wird.

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