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Fehlstart für Olympia

03.02.2006Demokratie

Fehlstart für Olympia: Soll das IOC mit falschen Angaben im Mini-Bid ausgetrickst werden? Bl-Klubobmann Hüttinger stellt 6 Fragen an Bürgermeister Schaden und informiert das IOC.

Mit einem geradezu unglaublichen Fehlstart sind Salzburgs Olympiawerber unter Führung von Bürgermeister Schaden ins Rennen um Olympia 2014 gestartet.

Schon bei einer ersten Durchsicht des seit gestern im Internet abrufbaren Mini-Bid durch Olympia-Experten Willi Rehberg zeigen sich geradezu haarsträubende Unwahrheiten und Fehler, mit denen das IOC offensichtlich von einer angeblich positiven Olympia-Stimmung in Salzburg überzeugt werden soll.

Auf die Frage, wie die generelle öffentliche Stimmung in der Stadt für eine Bewerbung Salzburgs für die Olympischen Winterspiele ist, lautet die Antwort im Bewerbungsdokument:

“Public support is strong and growing. There is no major organised opposition to hosting the Olympic Games in Salzburg”(Mini-Bid S. 13)

Die Frage nach bisherigen Befragungen zur Bewerbung wird damit beantwortet, dass im April 2005 60% im Land Salzburg eine Bewerbung Salzburgs für Olympia 2014 unterstützt hätten und im August 2005 in einer Umfrage von Gallup Austria 72% aller Österreicher positiv zu einer Bewerbung gestanden seien.

Die in der Stadt Salzburg im April 2005 durchgeführte Bürgerbefragung, bei der fast 61% der Befragten der Bewerbungsstadt (host city) eine Bewerbung abgelehnt haben, wird trotz der ausdrücklichen Frage nicht einmal erwähnt!!

BL-Klubobmann Helmut Hüttinger meint dazu:

„Es ist geradezu unfassbar, wie die Olmpiabewerber versuchen wollen, dass IOC mit unrichtigen Angaben auszutricksen! Ist das eindeutige Votum der BewohnerInnen der host city dem Bürgermeister wirklich nichts wert oder glaubt er, dass die Bürgebefragung in Salzburg am IOC wirklich unbemerkt vorbeigegangen ist?

Wir werden das IOC vom Ergebnis der Bürgerbefragung im April 2005 informieren, damit auch das IOC weiß, was die SalzburgerInnen wirklich von einer neuen Bewerbung halten.“

Hüttinger hat an Bürgermeister Schaden heute dazu folgende Anfrage gestellt:

  1. Warum wird trotz der ausdrücklichen Frage nach durchgeführten Befragungen in der Bewerbungsstadt die Bürgerbefragung in der Stadt Salzburg im Bewerbungsdokument nicht erwähnt?
  2. Erwartest du dir als Aufsichtsratsvorsitzender der Bewerbungsgesellschaft, dass mit unrichtigen und grob sinnstörend unvollständigen Angaben im Bewerbungsdokument die Chancen für einen Zuschlag nach Salzburg erhöht werden?
  3. Was bedeutet dir als Bürgermeister der Stadt Salzburg das Ergebnis einer Bürgerbefragung mit hoher Beteiligung und eindeutigem Ergebnis, wenn in dem von dir übergebenen Bewerbungsdokument diese Bürgerbefragung schlichtweg negiert und missachtet wird?
  4. Was verstehst du unter der Behauptung im Bewerbungsdokument, dass keine größere Opposition gegen die Bewerbung in Salzburg vorhanden sei, obwohl fast 61% der SalzburgerInnen in der Bürgerbefragung Nein zu Olympia gesagt haben?
  5. Bist du der Meinung, dass 61% der SalzburgerInnen eine unbedeutende und nicht zu beachtende Gruppe von Gegner eine Salzburger Olympiabewerbung sind?
  6. Woraus leitest du trotz des eindeutigen Ergebnisses der Bürgerbefragung die Behauptung ab, die öffentliche Unterstützung sei stark und wachsend?
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