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Hundehaltung

13.01.2006Natur und Umwelt: Gesundheit

Hundehaltung in Salzburg: Leinen- bzw. Beißkorbzwang wird ignoriert! Hundekot wird nicht beseitigt!

„Die Freiheit der Hunde darf nicht auf Kosten der Menschen gehen. Vizebürgermeister Preuner soll Kontrollen verstärken“, meint Mag. Bernhard Carl.

Was den Leinen- und Beißkorbzwang in der Stadt Salzburg betrifft, ist den HundehalterInnen ein schlechtes Zeugnis auszustellen. Wer nämlich in den Grün- und Erholungsräumen der Stadt unterwegs ist, wird bemerken, dass ca. 90% der Hunde frei laufen und nur wenige von diesen einen Beißkorb tragen.

„In den letzten beiden Jahren habe ich viele Berichte von SpaziergängerInnen, JoggerInnen und RadfahrerInnen gehört, die von freilaufenden Hunden angebellt oder sogar angegriffen wurden.

Ich selbst habe in diesem Zeitraum beim Laufen durch die Hellbrunner Allee und den Park fünf mal eine solche Erfahrung machen müssen, das letzte Mal erst vergangene Woche“, so Mag. Bernhard Carl

Es ist nicht einzusehen, warum sich Menschen auf Salzburgs Wegen fürchten müssen, nur weil es bei den HundebesitzerInnen keine Disziplin gibt.

Das Argument, dass Hunde ihren Auslauf brauchen, ist nachvollziehbar, aber dann ist eben ein Beißkorb anzulegen. „Die Freiheit der Hunde darf nicht zu Lasten der Menschen gehen“, fordert Carl.

Ein weiteres Problem zeigt sich vor allem um diese Jahreszeit, wenn die weiße Pracht die Freiflächen bedeckt. Überall verunziert massenweise Hundekot die schneebedeckte Landschaft.

Was die meisten HundebesitzerInnen offensichtlich nicht wissen: Nach einer Verordnung aus dem Jahre 1990 sind HundehalterInnen verpflichtet, den Kot ihrer Vierbeiner unverzüglich zu beseitigen. Zuwiderhandeln ist eine Verwaltungsübertretung und kann mit einer Geldstrafe von bis zu € 218,-- geahndet werden.

Dabei wäre es ein leichtes, mit einem über die Hand gestülpten Plastiksackerl den Kot einzusammeln und dadurch keim- und geruchsfrei zu entsorgen. Alles andere ist für die Menschen eine Zumutung und Gesundheitsgefährdung, v. a. im Frühling, wenn die gut konservierten Hundstrümmerl in die Hände von spielenden Kindern geraten!

„Ich fordere den politisch verantwortlichen Vizebürgermeister Preuner auf, die Kontrollen zu verstärken und auch vor Strafen nicht zurückzuschrecken, denn die Verordnungen sind wohl allen bekannt.

Wenn diese nicht eingehalten werden und deren Einhaltung auch nicht kontrolliert wird, sind sie für die Katz´ (und nicht den Hund)“, so Carl abschließend.

Verordnung:

Gemeinderatsbeschluss vom 14. November 1990 (kundgemacht im Amtsblatt Nr. 22/1990). Aufgrund der Bestimmungen des § 3c Abs. 3 Salzburger Landes-Polizeistrafgesetz, LGBl. Nr. 58/1975 i.d.F.LGBl. Nr. 13/1979, wird verordnet:

  • § 1: Im Gebiet der Landeshauptstadt Salzburg müssen Hunde außerhalb von Gebäuden und von ausreichend eingefriedeten Grundflächen entweder mit einem Maulkorb versehen sein oder so an der Leine geführt werden, dass eine jederzeitige Beherrschung des Tieres möglich ist.
  • § 2: Die Bestimmung des § 1 gilt nicht für Fälle, bei welchen der Hundegebrauch (Lawinensuchhunde, Hunde im Einsatz bei Sicherheitsorganen, Jagdhunde und dgl.) dies ausschließt.
  • § 3: Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmung dieser Verordnung bilden eine Verwaltungsübertretung und werden gemäß § 3c Abs.1 Salzburger Landes-Polizeistrafgesetz bestraft.
  • § 4: Die 10. Ortspolizeiliche Verordnung betreffend Verhinderung von Verunreinigungen von Kinderspielplätzen durch Hundekot, kundgemacht im Amtsblatt der Landeshauptstadt Salzburg Nr. 16/1988, wird durch diese Verordnung nicht berührt.
  • § 5: Diese Verordnung tritt mit Beginn des ihrer Kundmachung folgenden Monats in Kraft.

Hinweis: Verwaltungsübertretungen werden gemäß § 3c Abs.1 Salzburger Landes-Polizeistrafgesetz mit Geldstrafe bis zu 5.000 € oder mit Arrest bis zu sechs Wochen bestraft. Bei Vorliegen von Erschwerungsgründen können Geld- und Arreststrafen auch nebeneinander verhängt werden. Ein Tier, das den Gegenstand einer solchen Verwaltungsübertretung bildet, kann für verfallen erklärt werden.

1. Ortspolizeiliche Verordnung

Gemeinderatsbeschluß vom 14. November 1990 (kundgemacht im Amtsblatt Nr. 22/1990). Auf Grund der Bestimmung des § 38 Abs. 6 des Salzburger Stadtrechtes, LGBl.Nr. 47/1966 idF LGBl.Nr. 16/1970 und LGBl.Nr. 35/1980, wird zur Abwehr bzw. Beseitigung von das örtliche Gemeinschaftsleben störenden Mißständen, nämlich der Gefährdung der Gesundheit und Hygiene infolge Verunreinigungen durch Hundekot, unbeschadet bestehender Gesetze und Verordnungen des Bundes und des Landes, verordnet:

  • § 1: Im Gebiet der Landeshauptstadt Salzburg haben jene Personen, denen die Verwahrung oder Beaufsichtigung von Hunden obliegt, außerhalb von Gebäuden und ausreichend eingefriedeten Grundflächen den Kot ihrer Hunde unverzüglich zu beseitigen. Diese Verpflichtung gilt nicht für bewaldete Flächen und für Flächen unter Büschen und Sträuchern.
  • § 2: Die Bestimmung des § 1 gilt nicht für Blindenhunde und nicht für Fälle, bei welchen der Hundegebrauch (Lawinensuchhunde, Hunde im Einsatz bei Sicherheitsorganen, Jagdhunde und dgl.) dies ausschließt.
  • § 3: Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Verordnung bilden eine Verwaltungsübertretung und werden gemäß Art. VII EGVG 1950 bestraft.
  • § 4: Diese Verordnung tritt mit dem Beginn des ihrer Kundmachung folgenden Monats in Kraft.

Hinweis: Verwaltungsübertretungen werden gemäß Art. VII EGVG mit Geldstrafe bis zu 218,00 € bestraft (gegebenenfalls kann nach Art. VII EGVG bzw. § 11 VStG auch eine primäre Freiheitsstrafe bis zu zwei Wochen verhängt werden).

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