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Feinstaubsaison 2006

12.01.2006Natur und Umwelt: Gesundheit

Feinstaubsaison 2006 eröffnet! Tatenlosigkeit von Verantwortlichen in Stadt und Land unverändert!

Andere Landeshauptstädte setzen Maßnahmen, in Salzburg begnügt man sich mit Appellen.

Bürgerliste fordert sofortige Einsetzung eines Krisenstabes sowie einen Maßnahmenplan!

Ende letzten Jahres ist in der Stadt Salzburg der Grenzwert für Feinstaub bereits 35 Mal überschritten worden. Damit wurde nicht nur die strengere österreichische Regelung (30 Tage) bereits überschritten. Vielmehr wurde sogar die etwas weichere EU-Regelung für Luftschadstoffe erreicht.

Mit Jahresbeginn und der derzeitigen hohen Feinstaubbelastung, wird auch das Jahr 2006 nicht sehr alt werden, ohne diesen Grenzwert sehr bald überschritten zu haben.

Folgen des Feinstaubs sind Atemwegs- und Herz-Kreislauferkrankungen. Erst kürzlich hat eine wissenschaftliche Studie der Uni München (LMU) nachgewiesen, dass an Tagen mit hoher Feinstaubbelastung das Herzinfarktrisiko erheblich steigt. Es geht also nicht nur um Langzeitwirkungen.

Ungeachtet der gesundheitlichen Gefährdungen und der volkswirtschaftlichten Kosten in Millionenhöhe bleiben die Landesregierung und die Stadt weitgehend unbeeindruckt und begnügen sich mit Appellen an die AutofahrerInnen, das Auto stehen zu lassen – der Erfolg dabei ist gleich Null!

Ganz anders in Klagenfurt, wo im Rahmen einer Feinstaubverordnung schon nach wenigen Belastungstagen Fahrverbote verhängt werden oder in Graz, wo wegen der hohen Feinstaubbelastung Gratistickets für die öffentlichen Verkehrsmittel ausgegeben werden, passiert in Salzburg diesbezüglich rein gar nichts!

„Das schlimme daran ist, dass die Saison für Feinstaub gerade erst begonnen hat, denn neben Dieselruß kommt noch die Staubentwicklung durch Hausbrand und Rollsplitt dazu“, so Mag. Bernhard Carl, Gesundheits- und Umweltsprecher der Bürgerliste.

Die Bürgerliste hat daher noch vor Jahresende einen Antrag auf Einrichtung einer magistratsinternen Arbeitsgruppe eingebracht, der zunehmend brisanter wird. Diese Arbeitsgruppe soll sich mit der Erstellung eines umfassenden Maßnahmenplanes zur Bekämpfung der Feinstaubproblematik in der Stadt befasst.

„Angesichts der massiven Überschreitungen darf die Politik nicht weiter tatenlos zu sehen, wie Leben und Gesundheit unserer Bevölkerung gefährdet werden. Immer mehr Kinder leiden unter Atemwegswerkrankungen – kein Opfer auf dem Altar der unbegrenzten Mobilität ist zu groß!

Die Förderung für den Einbau von Partikelfilter für alle städtischen Fahrzeuge und hier vor allem LKWs und Dieselbusse muss endlich realisiert werden.

Auch weitergehende Maßnahmen wie Fahrverbote und unentgeltliche Benützung von Öffentlichen Verkehrsmitteln bei weiteren Grenzwertüberschreitungen müssen dringend in Erwägung gezogen werden.“, so Mag. Bernhard Carl.

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