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Feinstaub

16.12.2005Natur und Umwelt: Gesundheit

35 Tage Überschreitung bei Feinstaub sind genug! Sind Menschenleben und Gesundheit nichts wert? Jetzt müssen Taten folgen!Bürgerliste fordert Krisenstab und Maßnahmenplan.

Wie gestern bekannt wurde, ist in der Stadt Salzburg der Grenzwert für Feinstaub bereits 35 Mal überschritten worden. Damit wurde nicht nur die strengere österreichische Regelung (30 Tage) bereits überschritten. Vielmehr ist sogar die etwas weichere EU-Regelung für Luftschadstoffe erreicht.

Feinstaub in höheren Konzentrationen hat gravierende Folgen für die Gesundheit. Österreichweit gibt es laut Angaben der österreichischen Ärztekammer dieselabgasbedingte 1.467 Todesfälle bei über 30jährigen und circa 33.000 Asthmaanfälle pro Jahr.

Umgerechnet auf die Stadt Salzburg sind das ca. 25 Tote und 577 Asthmaanfälle, im gesamten Land Salzburg 100 Tote und 2.244 Asthmaanfälle. Die daraus entstehenden volkswirtschaftlichen Kosten betragen in Salzburg zig Millionen!

„Das schlimme daran ist, dass die Saison für Feinstaub gerade erst begonnen hat, denn neben Dieselruß kommt noch die Staubentwicklung durch Hausbrand und Rollsplitt dazu“, so Mag. Bernhard Carl, Gesundheits- und Umweltsprecher der Bürgerliste.

Ein wichtiger Schritt - die Förderung von Dieselrusspartikelfiltern -wurde auf Drängen der Bürgerliste vom Land bereits erfüllt, die Stadt hingegen hat unseren Antrag, wie in Graz und Linz auch einen finanziellen Beitrag und damit Anreiz für die Nachrüstung zu schaffen, nicht erfüllt.

Auch mit unserer Forderung einen Betrag von 40.000,-- für die Umrüstung von Bussen und LKWs in das Budget 2006 aufzunehmen, sind wir alleine geblieben.

Tempo 100 auf der Autobahn zwischen Salzburg und Golling stellt bei entsprechender Überwachung einen weiteren Mosaikstein für die Entlastung dar. Allerdings sind die Immissionen vor allem im Nahbereich von Durchzugstrassen innerhalb von Städten besonders hoch. Es ist also wichtig die Entstehung von Feinstaub innerhalb von Ballungsräumen möglichst gering zu halten.

Die Bürgerliste wird daher noch vor Jahresende einen Antrag auf Einrichtung einer magistratsinternen Arbeitsgruppe einbringen, die sich mit der Erstellung eines umfassenden Maßnahmenplanes zur Bekämpfung der Feinstaubproblematik in der Stadt befasst.

„Angesichts der massiven Überschreitungen darf die Politik nicht weiter tatenlos zu sehen, wie Leben und Gesundheit unserer Bevölkerung gefährdet werden.

Die Förderung für den Einbau von Partikelfilter für alle städtischen Fahrzeuge und hier vor allem LKWs und Dieselbusse muss endlich realisiert werden.

Auch weitergehende Maßnahmen wie Fahrverbote und unentgeltliche Benützung von Öffentlichen Verkehrsmitteln bei weiteren Grenzwertüberschreitungen müssen dringend in Erwägung gezogen werden.“, so Mag. Bernhard Carl.

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