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Keine höheren Tempolimits

25.11.2005Planung: Verkehr

Temporäres Hinaufsetzen von Tempolimits - Bürgerliste sagt NEIN zu derart unsinniger Maßnahme. Tempomessungen der Stadt ohnedies nureine Alibihandlung! Toleranz von 16 km/h viel zu hoch, Bremsweg mehr als verdoppelt!

Die Tempomessungen der Stadt scheinen unter den aktuellen Bedingungen zur Farce zu verkommen. Zwischen 30 und 58 km/h ist die Geschwindigkeit zwar nur knapp doppelt so hoch, im Falle einer Bremsung verdreifacht sich allerdings der Bremsweg (bei trockener Fahrbahn von ca. 6 m auf 18 Meter, bei Schnee von ca.14 m auf 49 m)!

Geschw. Gute Fahrbahn Schnee Kinetische Energie

  • 30 km/h 6,36 m 14,04 m 1
  • 46 km/h 12,90 m 31,04 m 2,35
  • 58 km/h 19,25 m 48,90 m 3,35

Auch die kinetische Energie (Bewegungsenergie) verdreifacht sich und es ist nicht schwer, sich vorzustellen welchen Unterschied das im Falle eines Aufpralles mit einem Menschen – egal ob Erwachsener oder Kind – macht. Schwerste oder sogar tödliche Verletzungen sind die Folgen!

Aber auch wenn die Toleranz bezüglich einer Anzeige wieder auf das bisherige Maß von 16 km/h Überscheitung in Tempo 30-Zonen zurückgeht, akzeptiert man einen mehr als doppelten Bremsweg und Aufprallenergie.

Die Bürgerliste hat schon im Juli dieses Jahres bei Einführung der mobilen Radarkontrollen kritisiert, dass SPÖ und ÖVP aus Angst vor negativen Reaktionen von AutofahrerInnen quasi im vorauseilenden Gehorsam von „keiner Abzocke“ gesprochen haben. Unsere Befürchtungen von damals, die Messungen würden zahnlos sein bewahrheiten sich nun.

Stadtrat Panosch geht nach dem Motto „wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass“ vor. Damit wird die Verkehrsicherheit nicht erhöht und sogar das Schnellfahren legitimiert.

Die Erhöhung der Toleranzgrenze, wenn auch nur kurzfristig, um angebliche Staus bei der Bearbeitung der Anzeigen zu entschärfen, ist nicht nur ein falsches Signal an die AutofahrerInnen, sie zeugt auch von reichlich unüberlegtem Vorgehen.

Statt hier Richtlinien aufzuweichen, hätte es wohl auch genügt, die Bearbeitung der vorliegenden Anzeigen dann zu erledigen, wenn wieder genügend MitarbeiterInnen zur Verfügung stehen.

„Wer eine stabile und deutliche Änderung des Fahrverhaltens in sensiblen Bereichen erreichen will, muss konsequent und mit minimaler Toleranz vorgehen.

Ich fordere Stadtrat Panosch auf, im Sinne der Sicherheit vor allem der schwächsten VerkehrsteilnehmerInnen die Geschwindigkeitsmessungen und Konsequenzen restriktiver zu handhaben und unsinnige Aktionen, wie die temporäre Anhebung von Tempolimits zu unterlassen“, sagt Mag. Bernhard Carl.

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