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Wohnungsproblematik

23.06.2005Soziales: Wohnen

Wohnungsmarkt braucht Kraftanstrengung.Stellungnahme Stadtrat Padutsch zu Schaden - Panosch.

  1. Unbestritten ist, dass es einer Kraftanstrengung bedarf, um zusätzliche Wohnungen zu schaffen. Die Form der Dramatisierung durch Schaden und Panosch dient allerdings mehr der Rechtfertigung, zu ihrer derzeit betriebenen „Wohnungen statt geschütztem Grünland“-Debatte, basiert auf teilweise unhaltbaren Zahlen und missachtet nach wie vor die vorhandenen Potenziale. Der Schulterschluss über die Parteigrenzen hinweg ist absolut notwenig und wurde in den 90er Jahren (das sagen die beiden nicht) über die Raumordnungsoffensive eines gewissen Johann Padutsch und seiner Planungsabteilung geschafft. Damals hat die Planung vorgegeben über welche Flächen verhandelt wird und nicht umgekehrt aber es ist auch richtig, dass das Raumordnungsrecht mit den so genannten § 14-Verträgen damals bessere Instrumente geliefert hat. Bis heute gibt es keinen Ersatz dafür, auch in der Zeit seit der letzten Wahl, also mit Mehrheit der SPÖ geschah bisher nichts. Erst vor wenigen Wochen hatte Schaden vehement abgelehnt einen Dringlichkeitsantrag zuzulassen, mit dem die im Raumordnungsrecht vorgesehene, aber immer noch nicht verordnete so genannte „Infrastrukturabgabe“ von der Stadt eingefordert wird. Diese Abgabe hat ihre Berechtigung darin, dass ungenützte Baulandgrundstücke trotzdem Infrastrukturkosten für Aufschließung, Kanal etc. verursachen und hätte zwei Effekte: Zum Einen unverbaute Grundstücke kämen leichter auf den Markt, weil sie mit dieser Abgabe auch dem Eigentümer Kosten verursachen und nicht wie bisher nur der Stadt. Zum Zweiten würden sie sich tendenziell dämpfend auf die Grundstückspreise auswirken. Warum setzt die SPÖ ihre Mehrheiten nicht dafür ein, wo bleibt die Initiative der Stadt und des Bürgermeisters?
    • Eine gemeinsame Kraftanstrengung braucht es für jene 3.000 Wohnungen, die bis 2009 jedenfalls möglich sind, die von mir schon vor über einem Jahr und nochmals am 3. Juni vorgelegt wurden, jeweils ohne Reaktion, geschweige denn Initiative der SPÖ-Ressortchef.Derzeit laufen 13 größere Wohnbauprojekte mit insgesamt 924 Wohneinheiten (davon 703 geförderte Mietwohnungen, siehe Anhang) nicht mitgerechnet eine Vielzahl kleinerer Projekte, die aber in die Wohnbaubilanz gehören. Weiters sind 2100 Wohnungen bis 2009 ohne weiteres möglich, wenn endlich der Druck der SPÖ-Spitzen nicht auf das Grünland, sondern auf diese Projekte kanalisiert wird. Aus diesen insgesamt möglichen 13.000 Wohnungen wird es wohl gelingen weitere 2000 bis 3000 Wohnungen zu schaffen, wenn sich die politische Aufmerksamkeit auch der SPÖ-Spitzen und des Bürgermeisters darauf konzentriert.
    • Zur Nachverdichtung ist zu sagen, dass die genannten Zahlen absurd sind. In den vergangenen Jahren wurden natürlich deutlich mehr als 14 Wohneinheiten aus Nachverdichtung geschaffen. Eine genaue Analyse dazu gibt es in den nächsten Wochen. Nach dem derzeitigen Stand der Erhebungen ist davon auszugehen, dass zwischen 2001 und 2004 durch Nachverdichtung ca. 300 Wohneinheiten geschaffen wurden, jedenfalls um das X-fache mehr als Panosch angibt.Wenn bis Ende 2006 nur 42 Wohneinheiten (Panosch meint vermutlich Nachverdichtungsprojekte der Genossenschaften) entstehen, liegt das unter anderem auch daran, dass beispielsweise das größte Nachverdichtungsprojekt die so genannte „Lanserhofwiese“, das in der ersten Stufe 81 Wohneinheiten bringt, seit August 2004 baubewilligt ist, mit den Arbeiten aber bis heute nicht begonnen wurde(Bauherr Stadt/Land Gesellschaft GSWB), das Projekt Nachverdichtung „Webersdorferstraße“ mit insgesamt 31 Wohneinheiten (ebenfalls GSWB) ist seit Juli 2001 baubewilligt und immer noch nicht fertig gestellt. Eigentümervertreter in der GSWB seitens der Stadt ist Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, im Aufsichtsrat sitzen zwei SPÖ-Gemeinderäte.

Also was soll´s! Die Aufforderung „Hände weg vom Grünland“, volle Konzentration auf die bestehenden Potenziale ist gültiger denn je.

Die rund 13.000 möglichen Wohneinheiten aus Baulücken, bereits gewidmeten Baulandreserven (§ 14-Verträge), Umstrukturierungsflächen und sonstigem Grünland (noch nicht gewidmete Baulandreserven), sind natürlich als Größenordnung zu verstehen.

Es wird aber wohl niemand bestreiten, dass daraus zumindest 5.000 Wohnungen (inklusive der bereits genannten rund 3.000) in den nächsten 10 Jahren realisiert werden können. Vorausgesetzt es gibt eine gemeinsame, fraktionsübergreifende, politische Anstrengung. Ist diese entsprechend groß, sind auch mehr Wohnungen aus diesem Potenzial realistisch.

Das größte Potenzial für neuen Wohnraum liegt allerdings in der so genannten „Nachverdichtung“. Zahlen zu nennen, ist hier de facto nicht möglich, eine Abschätzung sehr wohl.

Nimmt man beispielsweise die Größenordnung des bestehenden für Wohnbau geeigneten Baulandes von insgesamt 1.700 ha und legt eine durchschnittliche Nachverdichtung von nur 0,1 GFZ gegenüber dem Bestand zu Grunde, ergibt dies in Summe ein Verdichtungspotenzial von 17.000 Wohnungen.

Bei einem derart hohen Potential und dem entsprechenden Augenmerk der politischen Anstrengungen sind jedenfalls 2.000 Wohnungen in den nächsten 10 Jahren möglich, womit insgesamt der 10 Jahresgrundbedarf abgedeckt ist, ohne einen einzigen m² Grünland zu verbauen.

Konkrete Beispiele aus der jüngeren Vergangenheit sind die Nachverdichtungen auf der Lanserhofwiese , an der Jakob-Auer-Straße sowie, um ein kleineres Beispiel zu nennen, an der Dr. Peter-Straße.

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