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Mobilitätsmanagement

03.05.2005Planung: Verkehr

Morgen im Gemeinderat: Bürgerliste beantragt Mobilitätsmanagement für den Magistrat Salzburg.

Das ständig wachsende Verkehrsaufkommen und die damit einhergehenden Probleme verlangen von den Kommunen Lösungen aber auch Vorbildwirkung für Bevölkerung und Wirtschaft.

Das betriebliche Moblitätsmanagement, hat das Ziel, eine effiziente, umwelt- und sozialverträgliche Abwicklung aller vom Unternehmen ausgehenden Verkehrsströme zu erreichen.

„Mobilitätsmanagement ist ein nachfrageorientierter Ansatz im Bereich des Personen- und Güterverkehrs, der neue Kooperationen initiiert und ein Maßnahmenpaket bereitstellt, um eine effiziente, umwelt- und sozialverträgliche (nachhaltige) Mobilität anzuregen und zu fördern.“(ILS 2000a, 15 in Mitterer 2004, 33).

Die „Rush-hour“ morgens und abends stellt bei wachsendem motorisiertem Individualverkehr eine starke Belastung dar. Neben den gewohnten Stauerscheinungen mit seinen wirtschaftlichen und ökologischen Konsequenzen gibt es weitere negative Aspekte der vermehrten PKW-Nutzung für den Weg zur Arbeit.

    • Wegeunfälle – einige Berufsgenossenschaften in Deutschland geben mehr für die Folgen von Wegeunfällen als von Arbeitsunfällen aus.
    • Hohe Kosten durch die Bereitstellung oder Ausweitung von Parkflächen – die Reduzierung dieser Flächen zugunsten anderer Nutzungen birgt erhebliche Einsparungspotentiale.

Von Seiten der Wirtschaftskammer wird diese Form der Regulierung der Mobilität für Betriebe bereits angeregt und gefördert.

Potenzieller Nutzen für das Unternehmen:

  • Kostenersparnis beim Parkraum
  • Produktivität durch Befindlichkeitsverbesserung ohne Staukrisen
  • Höhere MitarbeiterInnemotivation durch Image der Gesundheitsförderung und Gerechtigkeitsaspekt, da das Bereitstellen kostenlosen Parkraums eine versteckte Subventionierung darstellt, gehen MitarbeiterInnen, die mit anderen Verkehrsmitteln zur Arbeit gelangen leer aus.
  • Umweltvorteile – Stadt als Klimabündnisgemeinde!
  • Imagegewinn

Ebenso kann ein solches Mobilitätsmanagement von Seiten der Kommune aufgebaut werden, um mehrere Ziele zu erreichen:

  • Um Mobiltätsmanagement-Aktivitäten glaubhaft in der Öffentlichkeit zu vertreten, sollte der Ansatz auch in der eigenen Verkehrsplanung gleichberechtigt neben infrastrukturellen und ordnungspolitischen Ansätzen praktiziert werden.
  • Vorbildfunktion wahrnehmen, um andere zum Handeln zu motivieren und als Multiplikator fungieren, um im lokalen Verkehrsgeschehen wahrnehmbare Entlastungseffekte zu erzielen.

In Deutschland hat bereits die Stadt Bielefeld einen Mobilitätsplan erstellt, auch die Stadt Münster hat 1999 ein Mobilitätskonzept für die eigene Verwaltung in Auftrag gegeben.

Ein positives Beispiel in Österreich ist die Stadt Linz. Neben Aktivitäten im eigenen Magistrat sind drei städtische Mitarbeiter zu Mobilitätsberatern ausgebildet worden, die seit 2001 die Beratungstätigkeit in Linzer Betriebe ab 50 MitarbeiterInnen aufgenommen haben.

Die Bürgerliste wird daher im Gemeinderat am 4. Mai den Antrag stellen, dass von den zuständigen Ämtern ein Mobilitätskonzept für den Magistrat ausgearbeitet wird.

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