RSS
f
Startseite > Presse > Olympia 2014
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Olympia 2014

24.03.2005Demokratie: Finanzen

Olympia: „Bedenkenträger“ antworten dem „Beschwichtigungsmeister“. Unwahres wird nicht wahrer, wenn man es immer wieder behauptet.

  • Die Vorgaben im Bereich der Bauten und der Durchführung werden es nicht zulassen, mit den Ausgaben zu warten, bis alle Einnahmen fix sind
  • Die Mittel zur Bewerbung aus dem „außerordentlichen Haushalt“ fallen ja nicht vom Himmel
  • Leidvolles „Sponsoren-lösen-sich-in-Luft-auf“ kennen wir schon von genug Salzburger Projekten

LH-Stv. Othmar Raus reagierte in einer LK (24. März) auf die Aussagen der Olympia-Skeptiker, die diese in einer Pressekonferenz zur wackeligen Finanzierung von Olympia 2014 vorgelegt hatten.

Dabei scheut Raus auch nicht davor zurück, die alten Hüte, die schon Bgm. Heinz Schaden erzählt hat, zu wiederholen und sich so gegenüber den ihm so bezeichneten „Bedenkenträgern“ erneut als „Beschwichtigungsmeister“ zu deklarieren.

Einige Beispiele dazu:

Wenn Raus davon spricht, dass nicht mehr ausgegeben werde, als eingenommen wird, muss man ihn wieder daran erinnern, dass die notwendigen Ausgaben längst getätigt sein werden, bevor die endgültigen Einnahmen feststehen.

Wenn Raus weiters feststellt, dass die Mittel für die Finanzierung der Bewerbung aus dem „außerordentlichen Haushalt“ kommen und daher nicht zu Lasten von Kultur-, Sozial- und Sporteinrichtungen gehen kann, so ist auch das nicht die ganze Wahrheit.

Denn natürlich müssen die Mittel für den „außerordentlichen Haushalt“ zuerst aus dem „ordentlichen Haushalt“ zugeführt werden – und das bedeutet dort weniger Mittel. Wo sie dort abgezwackt werden, ist offen.

Drittes Beispiel: Von den 7 Mill. Euro für die Bewerbung sollen 3,1 Mill. vom Bund und Sponsoren kommen.

Die Summe, die der Bund bereitstellt, ist ungewiss, ebenso wie auch der Anteil der Sponsoren. Mit den großen „Gönnern“ hat Salzburg jedenfalls schon so manche schlechte Erfahrung gemacht.

So sollte das „Museum der Moderne“ ursprünglich zu mehr als der Hälfte von Sponsoren finanziert werden, letztlich blieben die gesamten Kosten der Öffentlichen Hand. Und das, obwohl man versuchte, wenigstens die Mietvorauszahlung und die höhere Miete, die das Casino für die Dauermietrechte in Kleßheim zahlt, als so genanntes „Sponsoring“ zu verkaufen.

Beim Festspielhaus-Umbau gab es ähnliche Pannen. Fallen die Sponsoren - wie so oft – auch bei Olympia aus, müssen natürlich wieder Stadt und Land tiefer in die Tasche (der BürgerInnen) greifen.

Dass es das „Ziel ist, positiv zu bilanzieren“, wie LH-Stvtr. Raus in seiner Aussendung betont, bezweifeln wir nicht. Ob das angesichts der vorgelegten Berechnungen und Zahlenspiele auch wahrscheinlich ist, bezweifeln wir hingegen sehr.

Daher bekennen wir uns auch gerne dazu, in diesem Fall „Bedenkenträger“ zu sein. Gottseidank gibt es jemand, der diese mehr als berechtigten Bedenken (vor)trägt. Dass es eine Meisterschaft im Beschwichtigen und Beschönigen braucht, liegt nicht an uns, sondern am großen „Abenteuer“ Olympia.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Olympia 2014
RSS
f