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Park & Ride Süd

22.03.2005Planung: Verkehr

Park & Ride-Platz Süd. Öffentliche Parkplätze für alle Betriebe?Angebot auf Mobilitätsmanagement bisher ignoriert!

Der Park & Ride-Platz Süd war schon bei seiner Errichtung vor rd. 15 Jahren für eine Bewirtschaftung vorgesehen. Dass es erst jetzt dafür eine Mehrheit gibt, ist - alleine schon angesichts der horrenden Kosten für Grundstückspacht und Refinanzierung der Errichtungskosten - geradezu fahrlässig.

Die jährlichen Zahlungen der Stadt betragen auf insgesamt 25 Jahre € 262.000,00 (ohne Reinigung, Kanalbenützungsgebühr und sonstige Erhaltungskosten). Im Sinne des Auftrages der sparsamen Verwendung von Steuergeldern ist es also höchst an der Zeit, dass die Bewirtschaftung endlich durchgeführt wird.

Wenn die ÖVP jetzt ein politisches Schmierentheater dazu aufführt, dann hat sie entweder ein gestörtes Verhältnis zum gesetzlichen Auftrag der sparsamen und wirtschaftlichen Verwendung von Steuergeld und zu den Prinzipien der Marktwirtschaft, oder ist unfähig logisch zu denken!

Denn, was für die Firma Maco gilt, müsste ja wohl für jeden anderen Betrieb in der Stadt auch gelten, oder, anders gesagt, ist die Stadt jetzt verpflichtet für jeden Betrieb, der unter Parkplatzmangel leidet, einen öffentlichen Parkplatz zu errichten und gratis zur Verfügung zu stellen?!

Die Wertschätzung für die Firma Maco, die ein wichtiger Betrieb in und für die Stadt Salzburg ist, drückt sich nicht nur in wiederholten Rodungs- und naturschutzrechtlichen Bewilligungen, z.B. für Parkplatzerweiterungen, im Landschaftsschutzgebiet in der Vergangenheit aus, sondern auch durch den jüngsten Beschluss zur Bewirtschaftung des P&R Süd.

Dort wurde nämlich nicht nur mitbeschlossen, dass die Bedürfnisse dieser Firma im Sinne einer Standortsicherung berücksichtigt werden sollen, sondern auch, dass ein Mobilitätsmanagement für die Firma entwickelt werden soll, das die Mobilitätsbedürfnisse des Betriebes und seiner Mitarbeiter besser als bisher befriedigt.

Im Übrigen könnte dieses Mobilitätsmanagement bereits längst entwickelt sein. Anlässlich eines Betriebsbesuches habe ich dies in einem Gespräch mit Firmenleitung und Betriebsrat angeregt und bin durchaus auf Interesse gestoßen.

Wie vereinbart, wurde von mir dazu ein Konzept für die Erarbeitung dieses Mobilitätsmanagements mit Schreiben vom 11.10.2004 an die Betriebsleitung vorgelegt. Bis heute gab es dazu nicht einmal eine Reaktion seitens der Firma.

Ich bin davon überzeugt, dass mit einem solchen Mobilitätsmanagement der weitere Verbrauch von Landschaft und Wald für die Errichtung von Parkplätzen gestoppt werden kann und die Mobilitätsbedürfnisse des Betriebes befriedigt werden können.

Für die, weiterhin am Park & Ride-Platz Süd notwendigen Abstellplätze für Mitarbeiter, die Teil dieses Mobilitätsmanagements sein sollen, ist entsprechend dem Beschluss des Gemeinderates der finanzielle Beitrag der Firma auszuverhandeln.

Ich bin weiters davon überzeugt, dass dieser nicht höher sein wird als jene Kosten, die der Betrieb bei Errichtung eines weiteren Parkplatzes im Landschaftsschutzgebiet (wie mehrfach durchgeführt und beabsichtigt) für Rodung, Errichtung, Erhaltung, Pacht etc. aufbringen müsste.

Insofern ist es nicht nur unverständlich und letztklassig, wenn der Betriebsrat jetzt von „blankem Zynismus“ spricht, obwohl Probleme, die so gut wie jeder andere Betrieb in der Stadt selbst lösen muss, im Fall der Firma Maco mit Hilfe der Stadt gelöst werden sollen.

Eine derartige Reaktion und das bisherige Nichtreagieren auf das Angebot eines gemeinschaftlichen Erarbeitens eines Mobilitätsmanagements könnte schon eher als blanker Zynismus gewertet werden.

Mit der Federführung zur Erarbeitung des Mobilitätsmanagements wurde das städtische Wirtschaftsservice betraut. Mit der Erarbeitung des Detailkonzeptes zur Bewirtschaftung des Park & Ride-Platzes Süd die Abteilung 8, Finanzverwaltung.

Aus meiner Sicht sollten dabei nicht nur die Bedürfnisse der Firma Maco, sondern auch die anderer Betriebe, deren Mitarbeiter diesen Parkplatz verwenden, berücksichtigt werden. Darüber hinaus zählt der Park & Ride-Platz Süd als Treffpunkt für Gruppen, die im Sinne eines „umgekehrten Park & Ride“ mit ihrem KFZ den Parkplatz anfahren und dann als Gruppe mit einem Bus, beispielsweise die Salzburger Skigebiete aufsuchen. Auch das sollte im Sinne von Gruppentarifen etc. beim Bewirtschaftungskonzept berücksichtigt werden.

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