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Olympia:Innsbruck

16.03.2005Demokratie: Finanzen

Olympia: Innsbruck war nach zwei Spielen bankrott! Labg. Schwaighofer: „Die Schönfärberei der Befürworter hält auch im Falle Innsbruck keiner sachlichen Überprüfung stand.“

Die Innsbrucker Bewerbungsambitionen für „Olympia 2014“ werden von den Befürwortern gerne auf die „guten Erfahrungen“ zurückgeführt, die Tirol mit der Austragung der Spiele 1964 und 1976 gemacht hat.

Für Cyriak Schwaighofer, den Landessprecher der GRÜNEN, handelt es sich bei diesem Argument freilich um die derzeit übliche Schönfärberei, in der alle Risiken hemmungslos beiseite geschoben werden: „Gerade am Beispiel Innsbruck zeigt sich überdeutlich, dass Olympische Spiele einer Stadt keineswegs das finanzielle Paradies bescheren.

In Innsbruck sind die Schulden in den 70er und 80er Jahren – also nach den Olympischen Spielen - regelrecht explodiert. Heute kann sich offensichtlich niemand mehr daran erinnern, aber Innsbruck war damals praktisch brankrott.“

Die Neuverschuldung war seinerzeit Jahr für Jahr in einem derartigen Ausmaß angeklettert, dass Innsbruck schließlich zur am höchsten verschuldeten Landeshauptstadt Österreichs erklärt werden konnte und pleite war.

Was die Stadt schließlich gerettet hat, war – nebst einer umfassenden Verwaltungsreform und einem rigorosen Sparkurs – der Verkauf des Wasserrechts am Achensee bzw. des dortigen Kraftwerks an die Tiwag.

Der Deal ging Anfang der 90er Jahre um zwei Milliarden Schilling über die Bühne und ermöglichte es der Stadt, während der 90er Jahre ihren Schuldenberg abzutragen. Nicht zuletzt auf Grund dieser ernüchternden Erfahrung sind in Innsbruck damals zwei Volksabstimmungen zum Thema Olmypia-Bewerbung negativ ausgefallen!

„Den Salzburgerinnen und Salzburgern wird derzeit sehr viel versprochen. Innsbruck zeigt, dass solche Versprechungen mit Vorsicht zu genießen sind“, so Schwaighofer.

Für das Innsbrucker Stadtbudget hat jedenfalls in den 70er und 80er Jahren keineswegs ein Geldregen eingesetzt. Nachsatz Schwaighofer: „Und das, obwohl man doch so schöne erfolgreiche Spiele hatte…“

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