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Hallenbad Leopoldskron

21.10.2004Planung: Stadtplanung

Bürgerliste sagt Nein zum Hallenbad Leopoldskron!

KO Hüttinger: "Angesichts der hohen Kosten, der derzeitigen Finanzlage der Stadt und der problematischen Verkehrsanbindung ist der Bau des geplanten Hallenbades in Leopoldskron nicht zu verantworten!"

Der von Bürgermeister Schaden in der vergangenen Woche präsentierte Plan zur Errichtung eines Hallenbades in Leopoldskron wird von der Bürgerliste abgelehnt.

Dies wurde nach intensiver Diskussion in der gestrigen Fraktionssitzung einstimmig entschieden. Die für dieses Projekt geschätzte Mindestinvestition von 18 - 20 Mio € netto ist zu hoch.

Seit den Parteienverhandlungen, wo das Bad noch mit 16 Millionen Euro kalkuliert wurde, haben sich die Kostenschätzungen bereits um 4 Millionen Euro erhöht. Bedenkt man, dass aufgrund der vorgesehenen Lage statt des bestehenden Parkplatzes zumindest in Teilbereichen ein halb offenes Doppeldeck zu errichten sein wird, ist absehbar, dass auch die 20 Millionen Euro nicht halten.

"Wenn die Stadt auf Grund der immer dramatischer werdenden Finanzsituation nicht einmal mehr die notwendigsten Mittel für die Instandhaltung und Sanierung der städtischen Volks- und Hauptschulen aufbringen kann und bewährte Sozial- und Kultureinrichtungen der Stadt aufgrund des Sparkurses in ihrer Existenz bedroht sind, dann ist ein Hallenbad um 20 Millionen Euro oder mehr derzeit schlichtweg nicht möglich", begründet Klubobmann Helmut Hüttinger die Bedenken seiner Fraktion.

Als zunehmend problematisch erwies sich bei genauerer Standortprüfung auch die Verkehrsanbindung. Der neue Standort des dann einzigen städtischen Hallenbades der Stadt würde für die meisten zukünftigen BesucherInnen eine wesentliche Verschlechterung der Erreichbarkeit ergeben.

Die Anbindung an den Öffentlichen Verkehr, die auch für das Freibad Leopoldskron schon längst überfällig ist, kann diese Nachteile nicht aufwiegen. Es sind an Spitzentagen 1. 000 bis 1. 500 zusätzliche Autofahren zu erwarten, was für diesen Bereich nicht mehr verkraftbar ist.

"Bedenkt man, dass die Umsetzung eines Erlebnisbades mit überregionalem Charakter auf den Bolarringgründen mit einem Zuschuss der öffentlichen Hand von 16 - 17 Mio Euro möglich gewesen wäre und trotzdem aus Kostengründen nicht verwirklicht wurde, dann zeigt sich umso deutlicher, dass das geplante Bad in Leopoldskron, kostenmäßig nicht verkraftbar ist, schon gar nicht in der jetzigen Finanzsituation", so KO Hüttinger.

Entschieden spricht sich die Bürgerliste gegen die angeblich von der FPÖ favorisierte Verkehrsaufschließung durch eine neue Verbindungsstraße von der Firmianstraße zur Nico-Dostal-Straße aus.

Ein derartiger Eingriff in dieses Landschaftsschutzgebiet, das einen wichtigen Naherholungsraum darstellt muss unbedingt verhindert werden.

Die Bürgerliste schlägt vor, die für das Bad im mittelfristigen Finanzplan reservierten 16 Millionen € für eine rasche Sanierung und Instandhaltungsmaßnahmen der städtischen Volks- und Hauptschulen, sowie für Maßnahmen wie die behindertengerechte Adaptierung von z.B. Toiletten öffentlicher Gebäude, sowie für die bereits beschlossene Erweitung des Volksgartenbades zu verwenden, die mit einem Kostenaufwand von 3,5 Millionen Euro eine wichtige und leistbare Verbesserung des städtischen Freizeitangebotes bringt.

Aufgrund der Finanzprognosen ist in den nächsten 5 Jahre realistischerweise die Errichtung eines neuen Hallen/Erlebnisbades nicht möglich.

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