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Zoo Salzburg

12.10.2004Kultur: Bildung und Schulen

Zoo Salzburg: Quo vadis? Fliegt Salzburger Zoo aus internationaler Zoo-Organisation?

Wird wieder ein wissenschaftlicher Top-Betrieb vertrieben? Zoo darf nicht Streichelzoo werden!

Wie in den Salzburger Nachrichten vom vergangenen Wochenende zu lesen war, sucht der Zoo Salzburg nach einem neuen Geschäftsführer.

Neben der Tatsache, dass wohl kaum jemand gefunden werden wird, der „funktionsadäquate Universitäts- bzw. Hochschulstudium und entsprechenden Managementfähigkeiten“, „mehrjährige Berufserfahrung im Finanzwesen (erfolgreiche Führungstätigkeit mit Bilanzverantwortung) sowie ein hohes Maß an Branchenkenntnis im Marketingbereich“ vorweisen kann, zielt die Ausschreibung in erster Linie auf einen rein wirtschaftlichen Direktor.

Und auch dieser müsste dem sprichwörtlichen eierlegenden Wollmilchopaki entsprechen.

Zu den besonderen Verdiensten des Salzburger Zoos in den letzten Jahren zählen neben der Aufklärungsarbeit für die BesucherInnen vor allem wissenschaftliche Projekte im Bereich Artenschutz.

Erst kürzlich hat das renommierte Wissenschaftsmagazin „Science“ über die weltweit erste künstliche Nasshornbefruchtung unter der Leitung des Salzburger Zooveterinärs berichtet.

Auch die Wiederansiedlung der Przewalskipferde in der mongolischen Wüste, bei der der Zoo Salzburg eine führende Rolle spielt, hat in der wissenschaftlichen Welt und auch in lokalen Medien für großes Aufsehen gesorgt.

Durch die zu befürchtende Neuausrichtung des Salzburger Zoos unter rein betriebswirtschaftlicher Leitung in Richtung Wildpark, ohne jeden wissenschaftlichen Anspruch, droht der Ausschluss aus wichtigen nationalen (OZO) und europäischen (EAZA) Zoovereinigungen. Die Abwanderung von hoch qualifiziertem wissenschaftlichen Personal und internationalen Forschungsprojekten wäre dann unausweichlich.

Nachdem man schon vor einigen Jahren das renommierte Institut für Molekularbiologie mit all seinen Chancen für den Wissenschaftsstandort Salzburg ziehen ließ, droht nun auch die Abwanderung von wegweisenden Projekten im Bereich Artenschutz und zoologischer Forschung.

Der offensichtlich fachlich völlig überforderte Aufsichtsrat der „Zoo Salzburg Gemeinnützige GmbH“ riskiert den internationalen Ruf des genannten Unternehmens zu verlieren.

„Aus meiner Sicht ergibt sich die hauptsächliche Daseinsberechtigung eines Zoos aus der Aufklärung der Bevölkerung und den Bemühungen um den Schutz bedrohter Tierarten. Falls der Zoo Salzburg diesen Weg verlässt und zum Streichelzoo verkommt, muss die Stadt Salzburg auch die finanzielle Unterstützung überdenken“, so Gemeinderat Mag. Bernhard Carl.

Und weiter: “Nun sind die Spitzen der Landes- und Stadtpolitik gefordert, uns vor der nächsten Pleite in der Wissenschaftspolitik zu bewahren!“

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