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Pflege-Beratungsstelle

04.05.2007Soziales: SeniorInnen und Generationen

Pflege: LR Scharers Beratungsstelle ist "weit weg von den Bedürfnissen der Menschen".

GRÜNE Pflegeexpertin Schiff fordert "individuelle und kostenfreie Begleitung" pflegender Angehöriger im ersten Monat – Beratungsstelle muss "organisations-unabhängig sein"

Eine "Schnellschusslösung", die an den tatsächlichen Bedürfnissen pflegender und zu pflegender Menschen völlig vorübergeht – so stellt sich für Pflegeexpertin Sonja Schiff, ihres Zeichens Gemeindevertreterin der Bürgerliste und GRÜNES Vorstandsmitglied, der Vorschlag von Soziallandesrätin Erika Scharer nach einer zentralen "Pflege-Beratungsstelle" dar.

Schiff: "Es gibt bereits das Pflegetelefon des Bundes. Dort tut sich so gut wie gar nichts. Die Leute haben individuelle Probleme, und die lassen sich nicht am Telefon lösen!"

Ernstgemeinte Unterstützung müsste nach Ansicht Schiffs, die seit vielen Jahren in der Pflegeberatung tätig ist und die Situation der Betroffenen aus ihrem beruflichen Alltag kennt, anders aussehen: "Im ersten Monat der Pflege müssten die Angehörigen individuell und vor allem kostenlos kompetent begleitet werden. Das wäre eine wirkliche Hilfe."

Pflegende Angehörige fühlen sich nur allzu oft allein gelassen, der Druck der Belastung wächst parallel mit dem Gefühl der Überforderung. Wo aber die häusliche und ambulante Versorgung nicht funktioniert, kommt es rasch zu einem Ping-Pong-Spiel zwischen Pflege und Krankenhausaufenthalt.

Schiff: "Um die Angehörigen zu entlasten und dem Drehtüreffekt vorzubeugen, braucht es individuelle und flexible Komplettlösungen." Dazu gehöre die Schulung von Angehörigen, die individuelle und persönliche Beratung und auch die psychologische Unterstützung.

Notwendig sei vor allem ein breites Spektrum an "flexiblen Pflegelösungen": Pflegende Angehörige, die beispielsweise für einen Arzt- oder Behördentermin ein paar Stunden frei brauchen, sollen auf unkomplizierte Art und Weise eine "Vertretung" erhalten.

"Es muss möglich sein, dass in so einer Situation rasch und unbürokratisch jemand kommt", fordert Schiff "Angebote, auf die Betroffene ohne langwierige Antragsverfahren zugreifen können".

Grundsätzlich gilt für jede Art von Pflegeberatung – und damit natürlich auch Scharers geplante "Telefonhotline" -, dass diese keinesfalls an einen der bestehenden Pflegedienste angekoppelt sein darf!

"Beratungsstellen müssen absolut organisations-unabhängig gestaltet sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass bestimmte Pflegedienstleister über die Beratung bloß ihre Stunden verkaufen wollen", warnt die Pflegeexpertin der GRÜNEN.

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