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Olympia 2010

07.10.2005Kultur: Sport

Schlussbilanz der Kontrollamtsprüfung über die Olympia-Bewerbung 2010.Bürgerliste wird den Kontrollamtsbericht nicht zur Kenntnis nehmen.

„Das Ergebnis der Sitzungen präsentiert sich als eine Chronologie der abenteuerlichen Geldverschwendung, die in der neuerlichen Bewerbung 2014 ihre Fortsetzung findet“, meint die stv. Kontrollausschuss-Vorsitzende Mag. Ingeborg Haller.

In der mittlerweile 5. Sitzung des Kontrollausschusses am 10.10.2005 zum Thema Olympia-Bewerbung 2010 werden die Beratungen über den Kontrollamtsbericht zu Ende geführt.

Vieles ist aber gerade im Bereich der Bewirtungs- und Reisekosten, sowie der Ausgaben für die Beiziehung von Experten offen geblieben. Die Belegprüfung lässt nur erahnen, wie sorglos mit Steuergeld umgegangen wurde.

„Die Bewerbung für die Austragung der Olympischen Winterspiele 2010 war insgesamt ineffizient und vor allem intransparent“, meint die stv. Kontrollausschuss-Vorsitzende Mag. Ingeborg Haller.

„Der Eindruck, dass Geld mit beiden Händen hinausgeworfen wurde und Kosten einfach keine Rolle gespielt haben, vertiefte sich um so mehr, je mehr nachgefragt wurde“, so Haller weiter.

Zur Erinnerung:

Die Prüfung der Olympiagesellschaft 2010 stand von Beginn an unter einem schlechten Stern. Erst unter öffentlichem Druck erklärte sich Bürgermeister Schaden bereit, die Belegsprüfung zuzulassen, verweigerte dem Kontrollausschuss jedoch in der Folge jede Auskunft.

„Diese Haltung ist nicht dazu angetan, das Vertrauen in die neuerliche Bewerbung zu stärken. Im Gegenteil - es steht zu befürchten, dass die Geheimniskrämerei bei der neuerlichen Bewerbung weitergeht“, meint Ingeborg Haller.

Belegsprüfung:

Die Belegsprüfung, die hinsichtlich einer Reihe von Konten nur stichprobenartig erfolgte, förderte erstmals zu Tage, dass die der Gesellschaft zur Verfügung gestellten öffentlichen Gelder geradezu in abenteuerlicher Weise ausgeben wurden.

Schlussfolgerung:

Wenngleich das Kontrollamt allgemein feststellt, dass alle geprüften Ausgaben zielgerichtet waren - also irgendwie mit der Bewerbung im Zusammenhang standen und den Ausgaben, die geprüft wurden, auch Belege zu zuordnen sind, so hat ein genaueres Hinterfragen allerdings gezeigt, dass diese Feststellung in einzelnen Fällen tatsächlich nur schwer überprüf- und nachvollziehbar ist.

Die Kriterien der Sparsamkeit, Wirtschaftlichkeit und Zweckmäßigkeit der Verwendung der öffentlichen Mittel wurden ohnehin nicht geprüft!

Die neuerliche Bewerbung:

Diese gegen 61% der Salzburger Bevölkerung beschlossene neuerliche Bewerbung wird der Stadt erneut mehr als 1 Million Euro kosten. Mittlerweile hat sich der Bund bereits bei der Gründung der neuen Olympiagesellschaft aus der Verantwortung verabschiedet, indem er erklärte, nicht Gesellschafter zu sein.

Wenngleich allerorts versichert wurde, bei der zweiten Bewerbung die Kontrolle von vorne herein zu gewährleisten, so zeigt der bisherige Ablauf, dass dies wohl nicht so ernst gemeint ist. Die laufende Kontrolle ist im Amtsbericht zur Bewerbung nämlich nicht vorgesehen gewesen und musste erst nachträglich hinein reklamiert werden.

Es bleibt abzuwarten, ob das Kontrollamt daher im Jahre 2007 vor einem ähnlichen Dilemma stehen wird, wie bei der gerade abgeschlossenen Prüfung.

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