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Olympia-Bewerbung

12.07.2004Kultur: Sport

Neuerliche Olympia-Bewerbung: Was will Bürgermeister Schaden?

In einer Anfragebeantwortung vom 25.6.2004 teilt Bürgermeister Schaden mit, dass die Frage einer neuerlichen Bewerbung Salzburgs für Olympische Winterspiele „derzeit nicht aktuell“ sei, „aber rechtzeitig mit Bund und Land vorgesprochen werde“.

Eine neuerliche Bewerbung hätte sicherlich nur dann einen Sinn, wenn die Aussichten, den Zuschlag zu erhalten, deutlich besser seien, als bei der letzten Bewerbung. Derzeit seien bekanntlich keine Mittel in der Mittelfristigen Finanzplanung der Stadt für eine neuerliche Bewerbung vorgesehen, so Schaden am 25.6.2004.

Die Salzburger Nachrichten berichten in ihrer Ausgabe vom 10.7.2004, dass Bürgermeister Schaden in einem Schreiben vom 2.7.2004, also eine Woche nach der Anfragebeantwortung, das grundsätzliche Interesse der Stadt Salzburg an einer neuerlichen Bewerbung bekundet hätte.

Diese Interessensbekundung ist in den zuständigen Gremien der Stadt Salzburg (Stadtsenat, Kollegium) bisher nicht vorbesprochen und widerspricht sowohl der „offiziellen“ Haltung des Bürgermeisters, als auch dem Arbeitsprogramm des Gemeinderates, in dem keine Mittel für eine neuerliche Bewerbung vorgesehen sind.

Angesichts der erst in der letzten Woche von Schaden als dramatisch bezeichneten Finanzsituation der Stadt Salzburg ist eine neuerliche Bewerbung schon im Hinblick auf die damit verbundenen Kosten derzeit nicht verantwortbar und nicht finanzierbar.

Wenn der Bürgermeister aufgrund dieser Finanzsituation sogar beabsichtigt, ein wichtiges Informationsmedium wie das stadt:leben einzustellen oder Kultur- und Sozialeinrichtungen die Unterstützung durch die Stadt Salzburg zu streichen, dann sind Kosten einer Bewerbung, die sich zuletzt auf angeblich insgesamt ca. € 7,4 Millionen belaufen haben (Anfragebeantwortung vom 25.6.2004) nicht tragbar.

Der Bürgermeister wird zunächst ein mittelfristiges Finanzprogramm vorlegen müssen, in dem er dem Gemeinderat darstellt, wie die Finanzierung der grundlegendsten Aufgaben der Stadt Salzburg in den nächsten Jahren möglich ist, bevor er daran denken kann, für sein Hobby, eine wenig aussichtsreiche Olympia-Bewerbung, wieder Geld auszugeben.

Die Bürgerliste spricht sich daher neuerlich und mit aller Deutlichkeit gegen eine Bewerbung Salzburgs für die Olympischen Winterspiele aus und appelliert an Bürgermeister Schaden, entsprechende Schritte vorher durch den Gemeinderat beschließen zu lassen und keine Alleingänge für eine Bewerbung zu unternehmen.

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