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SPÖ-Frauenförderung?

15.03.2004Frauen: Frauenförderung und Gleichstellung

Heute beginnen die Parteienverhandlungen. Ressortverantwortlichkeiten und Geldflüsse werden festgemacht – alles fest in Männerhänden!

Die erste politische Entscheidung nach der Wahl von einer enorm gestärkten SPÖ ist eine Ent-Täuschung für die Frauen.

Die SPÖ ist mit einer eindeutigen Position zum Thema Frauenförderung an die WählerInnen herangetreten, um gleich bei der ersten relevanten Entscheidung diese Vorgaben umzustoßen.

Die Riesenmaschinerie SPÖ hat eine Auswahl von kompetenten und engagierten weiblichen Persönlichkeiten. Wenn Heinz Schaden nun nach der Wahl meint, dass „keine Frau in dieser Ausprägung vorhanden sei“ (SN 10.3.04) (Anm.: mit dem nötigen Führungspotential), so hat er offensichtlich mit der Besetzung von Platz 2 durch Susanne Neutwirth vor der Wahl schon gewusst, dass eine Frau in der Stadtregierung für ihn kein Thema ist.

Die Entscheidung von Bürgermeister Schaden, keinen der drei Stadtregierungssitze mit einer Frau zu besetzen zementiert den Machtanspruch der Männer.

Diese Chance nicht zu nutzen, lässt darauf schließen, dass Frauen dazu benutzt werden, um Männern die politisch relevanten Ebenen zu sichern, um somit die Gestaltung der gesellschaftlichen Strukturen wieder eindeutig männlich zu konzipieren.

Frauen haben durch ihre vielfältigen Anforderungen und Verantwortungen im Alltag eine viel umfassendere Problemlösungskompetenz, die in politische Entscheidungen maßgeblich einfließen muss, wie etwa ihre Erfahrungen durch jahrelange unbezahlte Pflegetätigkeit, familienunfreundlich gestalteter Wohnraum, die Schwierigkeiten von starren Arbeitszeiten, unflexible Kinderbetreuungseinrichtungen, etc.

Die Tatsache, dass Frauen die Hälfte der Gesellschaft darstellen, wurde von der SPÖ offensichtlich nur in bezug auf deren Stimmenanteil berücksichtigt – nicht jedoch bei deren Möglichkeiten, die Gesellschaft mitzugestalten.

Für die SPÖ heißt es ganz offensichtlich Frauenpolitik ja, aber nur in dem von Männern vorgegebenen Rahmen.

Das ist es nicht, was wir unter Frauenpolitik verstehen, meint die Sozialsprecherin der Bürgerliste Ulrike Saghi.

Frauenförderung muss sich auf allen gesellschaftlichen Ebenen gleichwertig auswirken – das gilt für die Verwaltung aber auch und vor allem für die Politik.

Bürgermeister Schaden hat mit dieser Entscheidung bereits einen Teil seiner Glaubwürdigkeit als Frauenreferent dieser Stadt verspielt.

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