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Max-Reinhard-Platz

27.02.2004Planung: Altstadt

Der neue Max-Reinhardt-Platz. Überarbeitung und Modellvarianten.

Der neue Max-Reinhardt-Platz

Das Siegerprojekt des internationalen städtebaulichen Wettbewerbes zur Neugestaltung des Max-Reinhardt-Platzes wurde am 22.9.2003 in einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert und unter reger Beteiligung der Öffentlichkeit diskutiert.

Wie damals angekündigt wurde im Dezember 2003 eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadt, der Salzburger Festspielen und der BIG, unter Beteiligung der Universität gegründet, mit dem Ziel die Interessen der Salzburger Festspiele sowie etwaige Liegenschaftstransakionen abzuklären und die Weiterentwicklung des Gesamtprojektes durch das Architekturbüro „one room“ zu begleiten.

Parallel dazu wurden die Architekten von der Bundes Immobilien Gesellschaft (BIG) mit der Einreichplanung für das Stiegenhaus bzw. den Zugangsbereich zur neuen Aula beauftragt.

Die Ergebnisse erster Gespräche mit dem Präsidenten des Bundesdenkmalamtes in Wien, Herrn Hofrat Dr. Rizzi und den Präsidenten von ICOMOS (Weltkulturerbe), Herrn Hofrat Dr. Lipp sind in die Weiterberarbeitung eingeflossen.

Hochbau: Für das Objekt, das parallel zum Festspielhaus und in Verlängerung des Zuganges zur neuen Aula liegt, den Raum gliedert und insbesondere Platz und Garten nach dem Motto „trennen und verbinden zu gleich“ eindeutig definiert, wurden drei Varianten entwickelt:

1. Wettbewerbsvariante:

Dimension, Form und Nutzung entsprechen dem Wettbewerbsergebnis, das in Form einer gefalteten Ebene abgetreppte Bauwerk ist öffentlich begeh- und nutzbar, beinhaltet ein ebenerdiges Cafe mit einem zusätzlichen Galeriegeschoß und sein Dach eignet sich hervorragend als Aussichtsplattform (volles Altstadtpanorama, u.a. Festung, St. Peter, Kollegienkirche) die versenkbaren Glaswände öffnen das Objekt zum Platz, eine Belebung der Zone ist das erklärte Ziel. Die niveaugleiche Verbindung des Objektes mit dem Eingang der Aula definiert deren Vorplatz und Zugangsbereich.

2. Variante Festspiele:

Auf Wunsch der Festspiele wurde eine Mitnutzung des Objektes durch deren Kartenbüro geprüft. Dafür war es notwendig, das Bauwerk um ca. 5 Meter zu verlängern sowie um ca. 1,70 Meter zu erhöhen. Anstelle des Galleriegeschoßes sind zwei Vollgeschoße vorgesehen.

Die Erdgeschoßnutzung erfolgt beinahe zur Gänze durch das Kartenbüro, lediglich im Zugangsbereich zum Cafe, das vor allem das erste Obergeschoß und die Terrasse nutzt, ist im Erdgeschoß eine Stehbar vorgesehen. Die Verlängerung des Gebäudes erfolgt durch eine Unterbauung der Abtreppung Richtung Aula.

Alle Teilnehmer der Arbeitsgruppe sind der Meinung, dass die Ausmaße dieser Variante eine „kritische Größe“ erreicht - wenn nicht überschritten haben. Durch die größere Höhe und Länge wird die trennende Wirkung zwischen Garten und Platz gesteigert und die Blickbeziehungen vom Platz auf die umliegenden Baudenkmäler eingeschränkt.

Nachdem die Festspiele selbst ihren Nutzungsanteil nicht finanzieren können, soll diese Variante nur dann weiter vertieft und auf ihre Verträglichkeit überprüft werden wenn Dritte (z.B. Stadt und Land) sich bereit erklären die Finanzierung zu übernehmen.

3. Variante Kompakt:

Länge und Breite des Baukörpers bleiben gleich groß. Er wirkt aber durch den Entfall der Abtreppung Richtung Aula und den Entfall des Galeriegeschoßes gegenüber der Wettbewerbsvariante deutlich kompakter, verstärkt das verbindende Element zwischen Garten und Platz und erleichtert die Sichtbeziehungen zu den umliegenden Baudenkmälern. Die Außenwände sollen nicht mehr versenkt sondern aufgeschoben werden können.

Während es für die beiden anderen Varianten Unterkellerungen in unterschiedlicher Dimension (z.B. für einen zusätzlichen Ausstellungsraum der Festspiele) gibt, gibt es bei der Variante Kompakt eine Version, die völlig ohne Unterkellerung auskommt.

Fassadengestaltung:

In die Glasfassaden ist ein Geflecht aus einem sehr feinen, eloxierten Metallfaden eingearbeitet. Diese sehr edel wirkende Außenhaut ist „semitransparent“, das heißt sie ist weiterhin lichtdurchlässig und die Umgebung bleibt sichtbar.

Darüber hinaus ist damit aber auch der Sonnenschutz gewährleistet und ein Blickschutz aus schrägem Winkel etwa von unten nach oben. Das Gebäude verändert, abhängig von Entfernung und Blickrichtung, seine Erscheinung.

Die selbe Fassade ist für das Stiegenhaus-Aula vorgesehen, wobei einzelne Klarsichtfenster eingearbeitet werden sollen (das Metallgeflecht kann mittels Laser in freier Formenwahl bearbeitet bzw. ausgeschnitten werden).

Screen:

Der ursprünglich geplante Screen wurde in Richtung einer ebenfalls „semitransparenten Wall“ weiterbearbeitet, die aus einzelnen, gelochten Metallkassetten (eloxiertes Aluminiumblech) besteht.

Die besondere Struktur dieser Skulptur verdichtet sich im Bodenbereich und nimmt nach oben hin ab (größere und mehr Zwischenräume im Metall), löst sich quasi auf. Dadurch entsteht ein besonderes Raumgefühl, die dahinter liegenden Gebäude bleiben durch die Skulptur hindurch wahrnehmbar.

Es ist weiterhin relativ einfach möglich die Skulptur als Projektionsfläche zu verwenden (Herablassen einer Leinwand), sie ist aber keine Projektionsfläche „per se“ mehr.

Platzgestaltung:

Das Wechselspiel aus Lichtbändern, die Platz, Garten und Straßenbereiche durchlaufen und markante Punkte und Veranstaltungsstätten miteinander in Beziehung setzen, begleitet von Steinbändern und gefärbtem Asphalt mit Steineinlagen wurde konkretisiert.

Im Gartenbereich werden die Wege von Lichtpunkten und Licht- bzw. Steinbändern begleitet. Er dominiert die Wiese, die markantesten Bäume bleiben erhalten und werden als Teile des Lichtkonzeptes von unten beleuchtet.

Festspiele, Bundesdenkmalamt, SVK, BIG:

Die Weiterentwicklung des Projektes und der derzeitige Bearbeitungsstand wurden von den Vertretern der Salzburger Festspiele und der BIG sehr positiv aufgenommen.

Dies gilt insbesondere für die Variante Kompakt, die auch von den Vertretern der SVK und des Bundesdenkmalamtes anlässlich zweier weiterer Informationsgespräche präferiert wurde.

Auch die planenden Architekten sind der Meinung, dass tendenziell die Variante Kompakt die fachlich positivste Option für den Max-Reinhardt-Platz darstellt.

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