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LEBENS:ADER:LEHEN

11.12.2003Planung: Stadtplanung

Gestaltung der Ignaz-Harrer-Straße nach dem Ergebnis des gemeinsamen Planungsprozesses mit Vertretern aus dem Stadtteil Lehen (Ausarbeitung Architekten Lechner/Lechner und Schallhammer)

Beauftragt vom Planungsressort der Stadt Salzburg

Im Vorfeld der Sanierung der Fahrbahnen und Gehsteige der Ignaz-Harrer-Straße (Juli/August 2003) wurden in „letzter Sekunde“ von der Landesstraßenverwaltung Maßnahmen und Vorschläge aus den Reihen der Lehener Wirtschaftstreibenden und Anrainern eingearbeitet.

Die Forderung nach einer durchgängigen Neugestaltung des Straßenraumes wurde über Vorschlag von Planungsstadtrat Johann Padutsch und nach Befassung des Stadtsenates einem moderierten Planungsprozess unterworfen. Nach einer beschränkten Ausschreibung wurden die ArchitektInnen Schallhammer/Lechner/Lechner mit der Durchführung dieses Prozesses beauftragt die Ergebnisse wurden in einer Pressekonferenz vorgestellt.

Kooperativer Planungsprozess:

In diesem kooperativen Planungsprozess wurde unter Einbeziehung von Vertretern aus dem Stadtteil, der Planungssprecher der GR-Klubs sowie der betroffenen Ämter von Stadt und Land ein Gesamtkonzept in einem mehrstufigen Workshopverfahren unter der Moderation des Schweizer Verkehrsplaners Jürg Dietiker erarbeitet.

Prämisse für diesen Planungsprozess nach Jürg Dietiker:

„In der Gründerzeit, der „Zeit des Städtebaus“, hat man von Prachtstraßen gesprochen, in denen ein (Verkehrs-) Raum spürbar war. Heutzutage ist die verkehrsplanerische Betrachtung meist auf die Aufteilung der Fläche mit Querschnitten und Profilen reduziert.

Menschen funktionieren automatisch, da sie auf Botschaften reagieren, d.h. die Gestalt der Straße muss die richtigen Botschaften vermitteln, z.B. „Achtung, hier könnte etwas Unvorhergesehenes passieren.“

Dadurch wird die Fahrgeschwindigkeit automa-tisch auf 20 - 30 km/h reduziert. Die Verkehrsplanung muss also über die Flächenaufteilung hinaus die richtigen Botschaften durch Signale im Raum senden.“

Die gemeinsam getragenen Ergebnisse des Workshopverfahrens zur Umsetzung lauten:

  1. Priorität: Die Errichtung des kompletten „Grünen Bandes“ mit insgesamt fünf Grünelementen und im Kernbereich von der Gaswerkgasse bis zur Hans-Sachs-Gasse die Umsetzung des neuen Beleuchtungskonzeptes.
  2. Priorität: Die Vervollständigung des Beleuchtungskonzeptes.
  3. Priorität: Die Errichtung der „Roten Teppiche“, wobei die drei über das „Grüne Band“ zusammenhängenden „Teppiche“ Sparkassenstraße, Hans-Sachs-Gasse und Hüttenbergstraße als erstes realisiert werden sollen. Die Grüngestaltung des ehemaligen Tankstellengrundstückes bei der Lehener Straße.

Planungs-Stadtrat Johann Padutsch, der diese Gestaltung der Ignaz-Harrer-Straße mitinitiiert hat, ist davon überzeugt, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen zu einer nachhaltig verbesserten Straßenraumgestaltung führen.

„Die verbesserte Aufenthaltsqualität trotz des Verkehrs“ ist der Planungs-Ressortchef sicher, „trägt entscheidend zur Wiederbelebung des Stadtteils und zu einer neuen Identität des Straßenraumes bei.“

Darstellung der von den Architekten vorgeschlagenen Gestaltungsmaßnahmen:

„Grünes Band“ mit Grünelementen:

Das sogenannte „Grüne Band“ ist ein ca. 2 m breiter grüner Streifen, der sich in der Fahrbahnmitte der Ignaz-Harrer-Straße befindet. Dieser Streifen stellt eine multifunktionale Fläche mit Mastix-Belag (auch bei rot markierten Radstreifen auf der Fahrbahn verwendet) dar, die begehbar und befahrbar ist.

Es ist eine flächige Überquerungshilfe für Fußgänger und ist auch im Falle eines untergeordneten Linksabbiegers partiell befahrbar. Auf dem „Grünen Band“ befinden sich zur Signalwirkung strategisch positioniert raumhohe Grünelemente, die zur horizontalen Fläche des grünen Mastix-Belages eine artifizielle Form der Grüngestaltung darstellen.

Hierdurch wird einerseits ein deutliches Zeichen zur Veränderung gesetzt, dass zugleich als Tempobremse wirkt und eine Begrünung des Straßenraumes ermög-licht. Das Grünelement selber ist ein Art Pflanztrog mit einem kunstvoll gestalteten grünen Rankgerüst, das von Kletterpflanzen bewachsen wird.

Mit einer eingebauten Leuchte wird das Rankgerüst bzw. der Bewuchs von unten beleuchtet.

Insgesamt sind 5 Grünelemente in der Ignaz-Harrer-Straße geplant, ein größeres jeweils bei den „Eingängen“ der Ignaz-Harre-Straße zur Erzeugung einer „Torwirkung“ bei der Lehener Brücke und auf Höhe der General-Arnold-Straße und drei „kleinere“ Grünelemente im Kernbereich bei Haus-Nr. 30, 34 und 44c.

Beleuchtungskonzept:

Mit einem umfassenden Beleuchtungskonzept für die Ignaz-Harrer-Straße soll einerseits der Straßenraum mit der derzeit gelblichen („schummrigen“) Beleuchtung durch weißes Licht aufgehellt werden.

Zum anderen werden mit gestalteten Gehsteigleuchten, indirekter Beleuchtung der Bäume, der Grünelemente und der Fassaden sowie in den Boden eingebauten leuchtenden Pflastersteinen gestalterische Maßnah-men gesetzt, die den Straßenraum beleben und seine Aufenthaltsqualität trotz bestehendem Verkehr auch am Abend erhöhen.

Das Beleuchtungskonzept der Ignaz-Harrer-Straße gliedert sich in folgende Teile:

  • Fahrbahnleuchten mit weißem Licht (Standardleuchte der Stadt)
  • Gehsteigleuchten, ca. 2,5m langes Plexirohr, senkrecht herunerhängend
  • Indirekte Beleuchtung der Grünelemente mit eingebauten Leuchten
  • Indirekte Beleuchtung der Bäume mit Bodenstrahlern
  • Fassadenbeleuchtung im Kernbereich der Ignaz-Harrer-Straße 34 bis 40A
  • Leuchtende Pflastersteine in den „Roten Teppichen“

„Rote Teppiche“:

Nachdem der Handlungsspielraum zur Gestaltung des Straßenraumes aufgrund des geringen Querschnittes und der beidseitig fast durchgehend geschlossenen Bauweise sehr gering ist, liegen die einzigen Möglichkeiten zum „Flächengewinn“ bzw. zur Gestaltung in dem gestalterischen Einbezug der einmündenden Straßen.

Diese Bereiche sollen von der Ignaz-Harrer-Straße aus gesehen in einer leicht ansteigenden Rampe errichtet und zur deutlichen Signal-wirkung mit einem roten Asphaltbelag überzogen werden (von einer Aufpflasterung wurde seitens des Straßen- und Brückenamtes aus Kos-tengründen und aufgrund des hohen Erhaltungsaufwandes abgeraten).

In den Belag werden leuchtende Pflastersteine eingebaut. Das ganze wirkt zusammen mit der indirekten Beleuchtung der Bäume wie ein „Ro-ter Teppich“ und gibt somit bestimmten Orten eine besondere Aufent-haltsqualität.

Im Prinzip soll in diesen Bereichen Gehsteig und Fahrbahn eine einheitlich gestaltete Fläche bilden und kann sowohl für Stadtteilfeste, als Marktplatz und auch zum Parken genutzt werden.

In Zusammenhang mit dem „Grünen Band“ sollen diese „Roten Teppiche“ über die Ignaz-Harrer-Straße vernetzt oder auch „zusammengenäht wer-den, wie etwa bei der Sparkassenstraße, der Hüttenbergstraße und der Hans-Sachs-Gasse.

Insgesamt sind folgende neun „Rote Teppiche“ in der Ignaz-Harrer-Straße vorgesehen: Sparkassenstraße, Hüttenbergstraße, Hans-Sachs-Gasse, Roseggerstraße (beiseitig), vor den Gemeindebauten bei den Zierkirschen, Alois-Stockinger-Straße, Lehener Straße, Schießstattstraße und Nikolaus-Lenau-Straße.

Grünraum Lehener Straße:

Auf der Höhe der Lehener Straße befindet sich straßenbegleitend das ehemalige Tankstellengrundstück (3527/5 KG. Salzburg), das zeitweise als Parkplatz oder auch als Stellplatz für einen Kiosk genutzt wird.

Diese Fläche, derzeit in Privateigentum bietet für die Ignaz-Harrer-Straße das Potential einer straßenbegleitenden Grüngestaltung. Zudem kann durch die Grüngestaltung der dahinter liegende Wiesenbereich als Erholungsraum aufgewertet werden.

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