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Naturdenkmal

03.12.2003Natur und Umwelt: Naturschutz

Naturdenkmal „Linden in Freisaal“ - Neupflanzung von 2 Linden zur Erhaltung des Kulturgutes - Pflanzarbeiten abgeschlossen.

Im Herzen des Landschaftsraumes Freisaal, nahe der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität und des alten Schlosses Freisaal stockt am Wegrand eine die Wiesenlandschaft von Freisaal beherrschende alte Lindengruppe.

Sie umgibt einen gemauerten Marien-Bildstock, der nach den bitteren Franzosenkriegen samt den umgebenden Linden zwischen 1810 und 1824 vom Grundbesitzer, dem Benediktinenstift Nonnberg errichtet worden ist.

Die Linde war bereits in vorchristlicher Zeit im indoeuropäischen Kulturraum ein heiliger Schutz- und Heilsbaum, in christlicher Zeit war sie vielfach Baum der heiligen Maria. Die Bäume dienen hier symbolisch dem Schutz des Marienbildstockes und der Andachtsuchenden in allen vier Himmelsrichtungen. Bildstock und Linden bilden so eine Einheit von kulturgeschichtlicher Bedeutung.

Zur Zeit der Pflanzung der Linden lag Freisaal am Rand des Auengürtels der Josefiau, welche sich im 19. Jahrhundert bis zur Hellbrunnerstraße hin erstreckte. Freisaal, war damals ein nicht selten überschwemmtes, unbebautes Grünland und so fand diese Lindengruppe zur Zeit der Pflanzung auf den tiefgründigen, frischen Böden jedenfalls gute Wachstumsbedingungen.

Aufgrund der kulturgeschichtlichen Bedeutung wurden diese Bäume mit Bescheid des Amtes der Salzburger Landesregierung im Jahr 1972 als Naturdenkmal unter Schutz gestellt.

Eine der vier alten Linde wurde wegen Blitzschlages Anfang der 60er Jahre gefällt und an ihrer Stelle Anfang der 90er-Jahre eine Nachpflanzung durchgeführt. Dieser Baum konnte sich im Nahbereich der drei verbliebenen, mächtigen Bäume jedoch nicht entwickeln und wirkte trotz seines geringen Alters „vergreist“.

Aus mangelnder Standsicherheit und damit verbundener Verletzungsgefahr für Spaziergänger und Radfahrer musste im Frühjahr 2003 eine weitere alte Linde gefällt werden.

Die beiden erhaltenen alten Linden besitzen heute Stammumfänge von 275 und 305 cm und beherrschen mit ihren mächtigen Kronen immer noch das Landschaftsbild, sie sind auch für eine vielfältige Tierwelt von Bedeutung, weshalb ihre Erhaltung besonders wichtig ist.

Nach eingehender Diskussion mit Baumexperten, Vertretern der Uni Salzburg und der Landesumweltanwaltschaft über die Zukunft des Naturdenkmales, haben wir entschieden, dass eine Nachpflanzung der zwei Bäume erfolgen soll.

Um das Aufkommen der Jungbäume dieses Mal zu erleichtern, werden die Neupflanzungen um 1 bis 2 Meter vom ursprünglichen Baumstandort abgerückt, bleibt das bisherige Erscheinungsbild im Wesentlichen unverändert und die Bäume haben bessere Chancen sich gut zu entwickeln. Die Anregung dazu, stammt von Richard Hörl von Landschaftsschutzkomitee Freisaal.

Die zwei neuen Linden mit einem Stammumfang von 35 bis 40 cm und einer Höhe von ca. 6 Meter wurden nun gesetzt. Die Kronenbreite beträgt bei diesen Bäumen bereits ca. 3 Meter.

Durch diese Nachpflanzung wird das Naturdenkmal „Linden in Freisaal“ langfristig abgesichert und bietet weiterhin ausreichend Lebensraum u.a. für Waldfledermäuse, Spechte, Meisen und holzbewohnenden Insekten.

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