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Kapuzinerberg

24.11.2003Soziales

Warum sollen Obdachlose vom Kapuzinerberg vertrieben werden? Verträgt die Idylle Salzburgs kein „Anders-Sein“?

Alle Jahre wieder wird über die „Wohn“-Situation einiger obdachloser Menschen am Kapuzinerberg diskutiert.

Alle Jahre wieder hat diese Diskussion mehr oder weniger aggressiven Charakter – immer geht es aber eigentlich darum, dass das Bild einer bürgerlichen Idylle von manchen beim Sonntagsspaziergang über den Kapuzinerberg empfindlich gestört wird und die Not der „Anderen“ so deutlich sichtbar wird.

Heuer hat sich die Diskussion offiziell am Risikopotenzial Feuer im wahrsten Sinne des Wortes entfacht – gehen tut es aber eigentlich darum, dass für Menschen, die durch ihre Lebensgeschichte an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden, offenbar noch immer kein Platz ist in Salzburg.

Salzburg, die weltoffene Kulturstadt schafft es nicht, dieser kleinen funktionierenden Subkultur ihren Raum zu geben – vielmehr will man die Betroffenen in feste Quartiere übersiedeln – Quartiere, die zum Teil menschenunwürdige Behausungen zu horrenden Preisen sind.

Auch in Salzburg, dieser reichen Stadt werden die Zeichen von Armut und Ausgrenzung immer stärker sichtbar – die betroffenen Menschen zu vertreiben, um das Bild zu kaschieren ist keine Lösung und bekämpft nicht die Ursache.

Solidarität und Verantwortung innerhalb einer Gesellschaft muss auch den Respekt vor den unterschiedlichen Formen der Lebensführung beinhalten.

Es hat noch nie Schwierigkeiten mit den „Berg-Bewohnern“ gegeben – lässt man sie in Ruhe ohne sie für Polemik zu benutzen, sind und bleiben sie ein Teil des Lebens auf dem Kapuzinerberg.

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