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Popolino

24.11.2003Natur und Umwelt: Umweltschutz

Wo bleibt die politische Forderung? Inhalte schlecht reden – ohne über deren Sinn nachzudenken – das ist Wahlpolemik pur!

Was ist nun wirklich die Idee hinter dem Projekt Mehrwegwindeln.

Die Bürgerliste hat vor einem Jahr die Unterstützung des Projektes „Wegwerfwindeln“ durch die Stadt beantragt und eine Förderung in Höhe von € 4.000,--für das Jahr 2004 in den Budgetverhandlungen erreicht.

Damit ist gewährleistet, dass Eltern mit Hauptwohnsitz in der Stadt Salzburg ab 2004 für die Anschaffung eines Mehrweg-Windelsystems einen Gutschein in der Höhe von € 80,-- erhalten.

Der Hintergrund für diese Förderung ist keinesfalls Frauenfeindlichkeit sondern vielmehr ein Schritt hin zu Nachhaltigkeit und Müllvermeidung, wie zahlreiche Nachfragen im Büro der Bürgerliste und des Frauenbüros beweisen – im Übrigen bleibt es den Eltern selbst überlassen, für welche Lösung sie sich entscheiden.

Die Bürgerliste unterstützt jedoch die umweltfreundliche Maßnahme der Mehrwegwindeln.

Ein Kind benötigt in der Wickelphase durchschnittlich 5.000 Wegwerfwindeln. Laut einer Studie des Vereins für Konsumenteninformation Wien, Zeitschrift „Konsument“, Ausgabe Jänner 1993, wiegt der Windelmüll eines einzigen Babys über 1 Tonne. Restmüll, der deponiert oder verbrannt werden muss.

Wegwerfwindeln verbrauchen bei ihrer Erzeugung (z. B. Zellstoff, Kunststofffolie, etc.) viel Energie, Rohstoffe und Wasser.

80% der österreichischen Eltern greifen zu Wegwerfwindeln.

Die umweltfreundlichere Variante ist die Stoffwindel. Im richtigen Umgang mit der Stoffwindel kann man die umweltbelastenden Faktoren sehr viel kleiner halten als mit Wegwerfwindeln.

Über Stoffwindel herrscht allerdings ein Informationsmangel. Einer Studie des Instituts für Verfahrenstechnik der TU Graz zufolge, ist die Umweltbelastung durch den Einsatz waschbarer Mehrweg-Stoffwindel-Systeme (inkl. Waschmittel- und Wasserverbrauch) im Idealfall um fast zwei Drittel geringer als bei Wegwerfwindeln.

Das Mehrwegwindelprojekt „Popolino“ beinhaltet ein ausgeklügeltes mitwachsendes Windelsystem. Bei Verwendung dieser Windeln fällt lediglich das Vlies als Abfall an; dieser Abfall wird über die Toilette entsorgt.

Förderungen dieses Windelsystems mittels „Windelgutscheinen“ gewähren Graz und das Land Steiermark, das Land Niederösterreich, Linz und das Land Oberösterreich, sowie einige Gemeinden im Land Salzburg, wie z. B. Bischofshofen und ab 2004 auch die Stadt Salzburg.

Mit der Förderung werden eine Abfallverringerung und letztendlich sogar eine Ersparnis bei den Entsorgungskosten erreicht. Diese Maßnahme kommt somit auch bei den Müllgebühren zum Tragen.

Im Übrigen ist die Frage der „Bekleidung“ der jüngsten Mitglieder der Gesellschaft schon ein bisschen „weltbewegend“ macht sie doch die Verantwortung und Einstellung der Eltern zur Zukunft ihrer Kinder und der Erhaltung deren Lebensgrundlagen deutlich.

Die Bürgerliste ist froh, dass diese sinnvolle Förderung von der Mehrheit im Gemeinderat beschlossen wurde und hofft auf rege Inanspruchnahme der Förderung durch die Salzburger Eltern.

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