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Uni-Gipfel

09.10.2003Planung: Stadtplanung

Padutsch: „Jede politische Vereinbarung für die Projekte Uni-Park, Mozarteum und Science City ist natürlich gut, auch wenn sie, wie in diesem Fall leider nicht viel Neues bringt.“

Ich freue mich über jede Meldung, die für die Umsetzung der für den Universitäts- und Wirtschaftstandort enorm wichtigen Projekte Uni-Park, Mozarteum und Science City Fortschritte verspricht.

Auch die Tatsache, dass ich als für die Projektentwicklung Verantwortlicher, vom heutigen Gipfelgespräch in Wien nicht informiert wurde, stört mich nur am Rande.

Allerdings komm ich nicht umhin, die in den Pressinformationen des Bürgermeisters und des Landeshauptmannes versprühte Euphorie etwas zu dämpfen.

Substanziell haben diese Gespräche und die Grundsatzvereinbarung zu den wesentlichsten offenen Punkten – Zeitpunkt der Errichtung und Finanzierung – offensichtlich keine Fortschritte gebracht.

  1. Mozarteum Hauptstandort Mirabellplatz:
  2. Die Zusicherung der „Generalsanierung und Neuausstattung des Mozarteumgebäudes Mirabellplatz“ bis zum Mozartjahr 2006, wurde seitens des Bundes schon mehrfach abgegeben und jetzt neuerlich bestätigt.Die Kostenkalkulation für dieses Projekt, liegt derzeit bei ca. 28 Mio. €. Die vom Bund zugesagten Mittel bei rund 23 Mio. €. Die Differenz von 5 Mio. € ergibt sich aus der ursprünglich nicht kalkulierten, aber notwendigen, Absenkung und völligen Neuausstattung des gesamten Bühnenbereiches des so genannten großen Studios, inklusive aller notwendigen technischen Einrichtungen und Ausstattungen.Die Finanzierung dieser 5 Mio. €, die de facto nicht und wenn nur mit einer völlig inadäquaten Qualitätsreduktion in Ausstattung und Technik einzusparen sind, ist nach wie vor offen.
  3. Forschungszentrum „Biowissenschaften und Gesundheit“:
  4. Die Festlegung, dass dieses bisher unter dem Namen „Zentrum für angewandte Forschung“, im Rahmen der „Science City“ bekannte Projekt in Itzling, unter Einbindung des Universitätsrates der Universität Salzburg und weiterer Partner realisiert werden soll und die Federführung dazu bei der Universität Salzburg liegt, ist seit der Veröffentlichung des so genanten Evaluierungsberichtes Anfang 2003 bekannt, also ebenfalls nicht neu.Sie heißt übersetzt, dass die fehlenden Finanzmittel, die der Bund ursprünglich zugesagt, dann aber nicht bereitgestellt hat, über andere Finanziers, die die Universität zu finden hat, aufgebracht werden müssen.
  5. Unipark:
  6. Dass sich die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur für einen Neubau für jene Teile der Geisteswissenschaftlichen Fakultät, die derzeit in der Akademiestraße (provisorial) untergebracht sind, einsetzen wird, ist wirklich und wahrhaftig nett.

Damit sind wir bezüglich Errichtungszeitpunkt und Finanzierung zumindest wieder bei jenem Stand der am 29.8.2000 im Bundeskanzleramt mit Gehrer und Bartenstein ausverhandelt wurde. In diesem bezüglichem Aktenvermerk des Bundesministeriums heißt es:

„Die Bundesminister Gehrer und Bartenstein sprechen sich ebenfalls grundsätzlich für die so genannte große Lösung aus, da die Begründung eines definitiven Standortes für die geisteswissenschaftliche Fakultät unvermeidbar ist und überlegte Alternativen für den Bund nicht kostengünstiger sind.

Aus dem ordentlichen Budget kann das Projekt in den nächsten Jahren nicht finanziert werden, weshalb ein langfristiges Mietmodell im Wege über die BIG angestrebt wird.“

Aber bitte immerhin kein Rückschritt und wenn die heutigen Unterschriften dazu führen, dass Schaden die Unterzeichung der ausverhandelten Kaufverträge mit BIG und St. Peter sowie den Ankauf des Grundstückes von St. Josef freigibt , dann ist dies ein Erfolg.

Ebenso lobeswert ist es natürlich, dass sich Gehrer neuerlich für die Finanzierung des zweiten Standbeines Mozarteum im Rahmen des Uniparkprojektes einsetzen wird, das wir ja auf Grund ihrer Vorgaben dort geplant haben.

Dass die endgültige Struktur von den Ergebnissen des Entwicklungsplanes, der noch zu vervollständigen ist, abhängig gemacht wird, ist leider auch nicht neu. Also leider auch kein wirklicher Fortschritt bezüglich Zeitpunkt und Finanzierung.

Aber wie gesagt, alles ist schön, was dieses Projekt grundsätzlich unterstützt, auch wenn die jetzige neuerliche Unterzeichung eines Grundsatzübereinkommens vermutlich in erster Linie als Erfolg für die kommenden Wahlergebnisse herhalten muss.

Schaden und vor allem aber der innerhalb der Bundesregierungspartei ÖVP ja nicht unwesentliche Landeshauptmann Schausberger, werden nur dann glaubwürdig sein, wenn im Grundsatzübereinkommen noch vor den Wahlen im März eine definitive Festlegung auf Zeitpunkt und Finanzierung folgt.

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