RSS
f
Startseite > Presse > Mobilfunk-Sendeanlagen
Quadratisches Logo der Bürgerliste Salzburg mit HintergrundLogo Bürgerliste - Die Grünen in der Stadt

Mobilfunk-Sendeanlagen

31.07.2003Natur und Umwelt

Amt für Umweltschutz erhält endlich Messgerät. Bestehende Sendeanlagen werden nun systematisch überprüft.

Im Budgetjahr 2003 wurden die erforderlichen Finanzmittel in Höhe von € 30.100,-- bewilligt, damit das Amt für Umweltschutz die technische Ausstattung zur Messung von elektromagnetischen Hochfrequenzfeldern anschaffen konnte.

Die Beschaffung der gesamten Ausrüstung und die Einschulung der Sachverständigen ist nun soweit abgeschlossen, dass eine systematische Überprüfung der Sendeanlagen beginnen kann.

Zweck der Messungen:

Zweck der zukünftigen Messungen in der Stadt Salzburg soll sein, ein genaues Bild über Immissionen durch hochfrequente elektromagnetische Felder, insbesondere jene die von Mobilfunksendeanlagen ausgehen, im Wohn- und Aufenthaltsbereich der Bewohner der Stadt Salzburg, zu erhalten.

Im Vordergrund stehen dabei insbesondere die Beantwortung folgender Fragen bzw. die Erfassung folgender Daten:

  • Halten sich die Mobilfunkbetreiber bei jenen, im Konsens und unter Zusicherung der Einhaltung des Salzburger Vorsorgewertes, errichteten Anlagen an die Vereinbarung?
  • Wie hoch ist die Belastung der Anrainer bei jenen Mobilfunksendeanlagen die nicht im Konsens mit der Stadt bzw. bei denen die Einhaltung des Salzburger Vorsorgewertes nicht vereinbart wurde, zur Errichtung gelangten?
  • In welcher Größenordnung, verglichen mit den Grenzwerten bzw. Vorsorgewerten liegen die Immissionen in den Wohnbereichen, die sich in der unmittelbaren Umgebung von Sendeanlagen des Mobilfunkes befinden?
  • Mit welchem Anteil tragen die einzelnen Mobilfunkbetreiber mit ihren Sendeanlagen zur Gesamtimmission der Mobilfunkimmission bei?

Das Messsystem:

Zur zukünftigen Messung und Analyse elektromagnetischer Hochfrequenzfelder stehen dem Amt für Umweltschutz derzeit folgende Messsysteme zur Verfügung. Messsystem und Fabr. / Type

  1. Spektrumanalysator/ Anritsu MS 2711B von 100kHz – 3 GHz
  2. Antenne
  3. Antenne/ Logarithmisch, periodische Breitbandantenne USLP 9142 – Fa. Schwarzbeck
  4. Mess- und Analysesoftware/ Fa. Wienschall / Salzburg – ARC Seibersdorf
  5. Mobile Rechneranlage/ Lifebook – Fujitsu - Siemens
  6. Temperatur - Feuchtigkeitsmesssystem/Testo 635, Fa. Testo
  7. Entfernungsmessgerät (außen)/Laser – Ranging, Fa. Bushnell
  8. Entfernungsmessgerät (innen)/ Laser – Distancer, Disto classic – Fa. Leica

Die zur Messung und Anlayse verwendete Software nach der Add3D Methode zur Steuerung und Bedienung des gesamten Messsystemes, erfüllt u.a. folgende Aufgaben:

  1. Frequenzselektive Messung der elektrischen Feldstärke in den 3 Raumrichtungen
  2. Frequenzselektiver Effektivwertermittlung der drei Einzelmessungen in V/m nach Add3D
  3. Frequenzselektive Messung der Leistungsflussdichte
  4. Angabe der Gesamtleistung in mW bzw. mW/m2
  5. Frequenzselektive Ermittlung des prozentuellen Anteiles von verschiedenen editierbaren Limits (Grenzwerte, Vorsorgewerte)
  6. Ermittlung der Anteile der jeweiligen Mobilfunkbetreiber (oder anderer Sender) an einer gemessenen Leistung. Wobei die Möglichkeit besteht, die Kanäle mittels Tabellen zu bearbeiten und in den Messprotokollen direkt anzuzeigen.
  7. Export der Messergebnisse in externe Datenbanksysteme.

Geplanter Ablauf: Mit sofortigem Beginn werden nun jene Mobilfunksendeanlagen überprüft, bei denen der Mobilfunkbetreiber der Stadt Salzburg und den Bürgerinitiativen zugesichert hat, dass der sogenannte „Salzburger Vorsorgewert“ von max. 1 mW/m2 eingehalten wird.

Im Anschluss daran und abhängig von der vorhandenen Personalressource sollen jene Anlagen überprüft werden, welche ohne Konsens bzw. ohne Zusicherung der Einhaltung des Salzburger Vorsorgewertes zur Errichtung kamen.

Dies deshalb um festzustellen, welchen Belastungen durch diese Mobilfunksendeanlagen die angrenzenden Bewohner ausgesetzt sind. Darüber hinaus werden anschließend jene Anlagen in der Nähe von öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten und Schulen einer Überprüfung unterzogen.

Aus technischer Sicht soll bei den zukünftig durchzuführenden Hochfrequenzmessungen in der Regel nach folgendem Schema vorgegangen werden.

  1. Ermittlung der meistexponierten Bereiche im Umkreis von 200m von einzelnen Mobilfunkanlagen
  2. Überprüfung der ermittelten Werte vor Ort
  3. Ermittlung der Lage der lokalen Maxima in einzelnen Räumlichkeiten mit der sog. Schwenkmethode – frequenzselektiver „Prescan“
  4. Ermittlung der max. Feldstärke mit Add3D – Methode
  5. Errechnung des Beurteilungswertes anhand des maßgeblichen Betriebszustandes
  6. Ermittlung und Berücksichtigung der Messunsicherheiten
  7. Einbindung der Messwerte in Datenbanksysteme der Stadt Salzburg

Die dabei angewandte Messmethodik ist national und international als Stand der Technik akzeptiert.

Es ist geplant, jede Messung, Analyse und Beurteilung schriftlich zu dokumentieren. Dafür werden dementsprechende digitale Formblätter angelegt, wodurch eine rasche und effiziente schriftliche Ausarbeitung gewährleistet wird.

Logo FacebookLogo TwitterLogo Google Plus
Startseite > Presse > Mobilfunk-Sendeanlagen
RSS
f