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Aufarbeitung der NS-Herrschaft in Salzburg:

12.11.2008Demokratie: Menschenrechte

Bürgerliste begrüßt das Forschungsprojekt „Salzburg im Dritten Reich".

Ingeborg Haller, Gemeinderätin der Bürgerliste und Mitinitiatorin des Gedenkprojektes Stolpersteine in Salzburg begrüßt die Initiative des Bürgermeisters, ähnlich wie in der Stadt Linz , die NS-Vergangenheit der Stadt Salzburg umfassend auf zu arbeiten. Das mehrjährige Forschungsprojekt des Stadtarchivs wird von der Bürgerliste, die sich seit je her für die Aufarbeitung der NS-Geschichte in der Stadt Salzburg einsetzt, ausdrücklich unterstützt.

Eine solche von der Stadt initiierte, globale Aufarbeitung in Form von Vortragsreihen, Workshops, Oral History Projekte und Publikationen ist nach Ansicht von Haller längst überfällig. Das Projekt bietet die Chance, dass sich das offizielle Salzburg mit dieser dunklen Seite der Geschichte kritisch auseinandersetzt. Es gibt ohnehin noch viel zu tun in dieser Stadt. Haller erinnert in diesem Zusammenhang beispielhaft an folgende noch offene Schwerpunkte:

  • Aufarbeitung der Sammlungs- und Organisationsgeschichte des Haus der Natur, und der Rolle des Leiters Eduard Paul Tratz (Abteilungsleiter des Ahnerbes - einer von SS Heinrich Himmler begründeten pseudowissenschaftlichen Vereinigung).Ein Antrag der Bürgerliste auf Aberkennung der Ehrenbürgerschaft wurde noch immer nicht erledigt.
  • Die Errichtung eines Mahnmals zur Bücherverbrennung am Residenzplatz steht noch aus. Ein Antrag der Bürgerliste aus dem Jahr 2006 hat im Zuge der Neugestaltung des Residenzplatzes eine realistische Chance umgesetzt zu werden. „Die Erinnerung an die einzige von den Nationalsozialisten auf österreichischem Boden organisierte Bücherverbrennung muss in angemessener Form erfolgen", ist Ingeborg Haller überzeugt, „auch das gehört zur Aufarbeitung der NS-Geschichte. Eine einfache Tafel wird dem Anlass nicht gerecht."
  • Josef Thorak`s Skulpturen im Mirabellgarten werden immer noch unkommentiert gezeigt, während sich die Landeshauptstadt Linz derzeit mit einer globalen Schau „Politische Skulptur" in den Landesgalerien mit Josef Thorak als Hitlers Paradekünstler und NS-Günstling auseinandersetzt. Ingeborg Haller fordert in diesem Zusammenhang die Anbringung einer Erklärungstafel im Mirabellgarten, die die Rolle des Künstlers in ein richtiges historisches Licht rückt und kündigt in diesem Zusammenhang einen entsprechenden Antrag der Bürgerliste an.
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