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Max-Reinhardt-Platz

03.01.2007Planung: Stadtplanung

Max-Reinhardt-Platz – wie weiter? Stellungnahme zur laufenden Diskussion.

Nachdem selbst ernannte Experten wie Harald Preuner ohnedies schon wissen, wie Max-Reinhardt-Platz und Furtwängler-Garten adäquat zu gestalten sind, könnten wir uns die Diskussion über Planungskultur, Wettbewerbswesen und den Umgang mit öffentlichen Räumen auf Expertenebene eigentlich sparen.

Auch wird es überflüssig, von so etwas wie dem Gestaltungswillen der vom Volk gewählten Politik zu sprechen. Hauptsache es gibt jemanden mit der nötigen Kohle und der möge dann doch tun, was er will, weil „wer zahlt, schafft an“ und eine eigene Meinung bringt ja eh nur politische Probleme und das ist nicht gut für die nächste Wahl.

Um nachvollziehen zu können, dass ich, was den Max-Reinhardt-Platz betrifft, ausschließlich darauf bestehe, dass die Planung des Furtwängler-Gartens über einen neuerlichen Wettbewerb nach politisch und fachlich sauberen und richtigen Kriterien abläuft, lesen Sie bitte die u. a.emails in dieser Angelegenheit.

Unabhängig davon, dass ich das One Room-Projekt zur Gliederung des Gesamtraumes nach wie vor richtig finde, bestehe ich nicht auf seiner Umsetzung. Es muss aber jedenfalls gewährleistet sein, dass die Wechselwirkung zwischen Platz und Garten im Verfahren berücksichtigt wird, dass eine Gliederung dieser beiden Bereiche, mit welchen Elementen auch immer, schlüssig nachgewiesen werden muss, dass die Wettbewerbskultur und Fachlichkeit gewahrt bleibt und dass der Sieger eines schon durchgeführten Wettbewerbes zumindest in beratender Form beigezogen werden muss.

Die zum neuen Wettbewerb eingeladenen Planungsbüros werden die Frage, ob der One Room-Vorschlag für die Übergangszone richtig ist, oder ob es besser geht, beantworten müssen.

E-Mail an Bürgermeister Schaden vom 21.11.06

Lieber Heinz!

Ich komme zurück auf unser kurzes Gespräch zur Neugestaltung des Furtwänglergartens durch den Mäzen Donald Kahn. Du hattest mir bei diesem Gespräch angedeutet, dass - in welcher Form auch immer - noch überlegt wird, One Room als Sieger des ursprünglichen Wettbewerbe in das Projekt einzubinden. Ich halte dies aus mehreren Gründen für absolut notwendig, habe aber aus den Meldungen der letzten zwei Wochen nichts dazu entnehmen können.

Abgesehen davon, dass ich nach wie vor davon überzeugt bin, dass das One Room-Projekt zur Gliederung des Gesamtraumes richtig und notwendig ist und dass ein Weg, bei dem sich die Sieger des ersten Wettbewerbes ebenso wiederfinden wie der Sieger des Wettbewerbes zur Gestaltung des Gartens, die aus meiner Sicht einzige Möglichkeit ist, ein hoffentlich gutes Gesamtprojekt, ohne öffentliche Konflikte, sowohl auf der fachlichen als auch auf der politischen Ebene auf den Weg zu bringen, gibt es da noch die Vergabeordnung.

Der Wettbewerb Max-Reinhardt-Platz musste auf Basis der Vergabeordnung ausgeschrieben werden. Dies bedeutet, dass auch nur eine teilweise Vergabe von Arbeiten an ein anderes Büro als den Wettbewerbssieger zwangsläufig zu einer Entschädigungsverpflichtung führt.

Nachdem der Furtwänglergarten zur Gänze im erweiterten Planungsgebiet und in Teilen (wenn ich mich recht erinnere von der Flucht der Kollegienkirche bis zur Aula) im engeren Planungsgebiet lag, kommt diese Bestimmung jedenfalls zum Tragen. Dazu gibt es - wenn ich mich recht erinnere - noch dazu einen expliziten Hinweis, entweder in den Ausschreibungsunterlagen oder in den dazu gehörigen Verträgen mit One Room.

Ich habe keine gesteigerte Lust den Konflikt zum Gesamtprojekt Max-Reinhardt-Platz weiter zu eskalieren oder in die Öffentlichkeit zu tragen, werde dies aber, wenn es notwendig ist tun, wenn es nicht zu einer adäquaten Berücksichtigung des ersten Wettbewerbes und des Siegerbüros One Room kommt. Das bin ich alleine schon der gerade im Festspielbezirk ohnedies stark beschädigten Wettbewerbskultur schuldig, aber auch dem betroffenen Büro One Room.

Mein Vorschlag ist es daher, One Room bzw. das Siegerprojekt als Grundlage für den von Euch geplanten Wettbewerb mitaufzunehmen, quasi als Vorgabe für die Planer des Gartens, die sich ja mit der Frage, wie schaut denn der Übergang zum Platz aus, ohnedies befassen müssen.

One Room kann als Berater ins Verfahren mitaufgenommen werden, zumindest was das ohnedies notwendige Kolloquium betrifft und die Konstituierung der Jury, aber möglicherweise auch als Berater in der Jury selbst. Am Ende sollte jedenfalls ein gemeinsames Projekt stehen, das sowohl was den Teil Garten, vom Sieger des neuen Wettbewerbes und was den Teil Platz, vom Sieger des alten Wettbewerbes betrifft, gemeinsam umgesetzt wird.

Auf diese Art und Weise haben wir nicht nur eine fachlich saubere Vorgangsweise im Sinne der Wettbewerbskultur und der Grundsätze für die Planung von öffentlichen Räumen gewählt, sondern auch der Vergabeordnung entsprochen und den fachlichen und politischen Konflikt beseititgt. Dies natürlich in der Annahme, dass das Ergebnis entsprechend gut ist.

Ich ersuche dich darüber nachzudenken und die erforderlichen Schritte zu setzen. Wenn du mich dazu brauchst, stehe ich zur Verfügung.

Mit besten Grüßen,

Johann

Schreiben an das Amt der Salzburger Landesregierung vom 23.11.2006

Sehr geehrter Herr Arch. Wenger, lieber Erich!

Zum Aktenvermerk „Gespräch Max-Reinhardt-Platz und Furtwänglergarten bei LHF Burgstaller“, darf ich aus meiner Sicht folgende Ergänzungen festhalten:

Zur Gesamtbetrachtung Garten und Platz, die ja von allen grundsätzlich außer Frage gestellt wurde, möchte ich noch folgendes festgehalten haben:

  1. One Room soll jedenfalls in einer beratenden Funktion in das Verfahren zur Neugestaltung Furtwänglergarten einbezogen werden. Diese beratende Funktion sollte sowohl in der Jury Platz greifen, als auch gegenüber den Teilnehmern am Verfahren Neugestaltung Garten. Das „Wie“ ist im Detail noch auszudiskutieren, aber im Grundsatz war man sich diesbezüglich einig.
  2. Das One Room-Projekt selbst soll als wesentliche Grundlage den Wettbewerbsteilnehmern mitgegeben werden. Dies deshalb, weil die Platzgestaltung selbst, die ja von One Room durchgeführt werden wird, eine logische Entsprechung in der Neugestaltung des Gartens braucht und weil insbesondere die Übergangszone zwischen Garten und Platz von den Wettbewerbsteilnehmern bewältigt werden muss.Ob dies mittels Hochbau, wie im One Room-Projekt vorgesehen, oder einer reinen Skulptur, oder in einer anderen Form geschieht, wird dabei nicht vorgegeben, sondern lediglich, dass es eine fundierte Lösung für diese Übergangszone braucht. Auch dazu gab es letztlich Einigkeit.
  3. Wer in welcher Form diese Übergangszone letztendlich realisiert (ob One Room als Sieger des ersten Wettbewerbes gemeinsam mit dem Sieger des Gartenwettbewerbes oder einer von beiden), bleibt offen. Jedenfalls ist eine einvernehmliche Lösung mit One Room anzustreben, weil dieser Teil - entsprechend der Vergabeordnung bzw. des Vergaberechtes - über den ersten Wettbewerb bereits an One Room vergeben ist und andernfalls Schadenersatzansprüche möglich oder zu erwarten sind.

Ich ersuche um Ergänzung des Aktenvermerkes in diesem Sinne bzw. um Beifügung.

Liebe Grüße,

Johann Padutsch

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