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Mahnmal

18.12.2006Demokratie

Neugestaltung des Residenzplatzes: Die Bürgerliste fordert ein angemessenes Zeichen des Mahnens an die Bücherverbrennung 1938 in der Stadt Salzburg!

Verantwortliche in der Stadt Salzburg diskutieren derzeit die Neugestaltung des Residenzplatzes. Der Platz im Herzen der Stadt soll endlich saniert werden, Medien unterstützen die geplante Maßnahme in Form einer Bausteinaktion, die zur Finanzierung der Sanierung beitragen soll.

Ein wichtiger Aspekt der Neugestaltung jedoch findet nur mäßige Aufmerksamkeit. Einem würdigen Erinnern an die Bücherverbrennung im Jahre 1938 fehlt es nicht nur an der öffentlichen Diskussion, sondern auch an der Bereitschaft, ihm ein angemessenes Mahnmal zuzugestehen. Im Budget 2007 sind dafür nur € 15. 000,-- vorgesehen.

„Die Neugestaltung des Platzes bietet die einmalige Chance, das fehlende und längst überfällige Mahnmal zur Erinnerung an dieses historische Ereignis in angemessener Form zu errichten“, ist Mag Ingeborg Haller, GR der Bürgerliste überzeugt. Leider ist die Bereitschaft dazu beim ressortzuständigen Bürgermeister Schaden mehr als verhalten. Um die Sache „kostengünstig“ zu erledigen spricht er sich für die Anbringung einer Gedenktafel aus.

Auf dem Residenzplatz wurde am 30. April 1938 die einzige große Bücherverbrennung auf österreichischem Boden von den Nazis inszeniert. Bei diesem NS-Terrorakt wurden unter anderem Werke von Bert Brecht, Lion Feuchtwanger, Else Lasker-Schüler, Heinrich Heine und nicht zuletzt von Stefan Zweig vernichtet.

Bei der Bücherverbrennung handelt es sich um ein einmaliges Verbrechen des Naziregimes mit irreversiblen Konsequenzen für die ausgestoßenen Autoren und Wissenschafter, sowie für das geistige Klima Deutschlands und Österreichs. Es bedarf daher eines angemessenen Zeichens des Mahnens, das sich mit der Tragweite dieses historischen Ereignisses auseinandersetzt.

Die Bürgerliste tritt daher vehement für die Ausschreibung eines künstlerischen Wettbewerbs ein, der in zweierlei Hinsicht dem Ereignis Genüge tun kann.

Einerseits muss es im Interesse der Stadt liegen, im Zuge der kostenintensiven Sanierung des Residenzplatzes die Errichtung eines künstlerisch wertvollen Gedenkens im Herzen der Stadt zu gewährleisten, zum anderen geht es auch um die intellektuelle Auseinandersetzung mit der Thematik und der Frage, wie geladene KünstlerInnen, die sich in der Vergangenheit mit dem Thema beschäftigt haben, diese Vorgabe umsetzen.

Salzburg könnte sich ein Beispiel an der Stadt Berlin nehmen, die im Jahre 1993 anstelle einer Gedenktafel im Rahmen eines künstlerischen Wettbewerbes ein Mahnmal, in Form einer „versunkenen Bibliothek am historischen Ort“, dem heutigen Bebelplatz errichten ließ.

Die Bürgerliste fordert daher gemeinsam mit der Sanierung des Residenzplatzes, die Ausschreibung eines künstlerischen Wettbewerbes zur Errichtung eines Mahnmals zum Zeichen des Gedenkens an die Bücherverbrennung im Jahre 1938 durchzuführen.

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