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24-Stunden Pflege

03.04.2007Soziales: SeniorInnen und Generationen

24-Stunden-Pflege – Scheindiskussion um QualitätssicherungBürgermeister ruft nach Qualität. „Welche waren die Initiativen der SPÖ in den letzten 5 Jahren?“ fragt sich die Seniorensprecherin der Bürgerliste, Sonja Schiff.

Bereits 2004 hat Sonja Schiff mehrfach darauf hingewiesen, dass der Bedarf an 24-Stunden-Pflege zu Hause steigend ist und die angebotene Qualität am Schwarzmarkt oft schlecht. Die Reaktionen der ressortzuständigen SPÖ damals: „Wir sind nicht zuständig!“ Statt Lösungen zu suchen und Strukturen und Angebote für betroffene Angehörige zu entwickelt wurde schlichtweg weggesehen.

„Auch wenn jetzt der Ruf des Bürgermeisters nach Qualität löblich ist, frage ich mich, wo in den letzten 3 Jahren seine Forderungen waren. Offensichtlich ist es in erster Linie die Frage der Finanzierung, die den Bürgermeister auf Touren bringt, oder würde Schaden auch Qualität einfordern, wenn der Vorschlag von Minister Bartenstein zum Großteil vom Bund finanziert werden würde?“ fragt sich Schiff.

Stattdessen wird das Thema „Pflege“ zum Geschäft. Ganz offen wird bereits mit „Diskont Pflege“ geworben. „Hausfrauen mit Herz und Verstand“ sollen die verantwortungsvolle Pflegetätigkeit an alten multimorbiden Menschen übernehmen.

Sonja Schiff ist entsetzt: „Wo sind wir angelangt? Geht es nur mehr darum möglichst billig alte Menschen zu versorgen?“

„Was würde man dazu sagen, würden in einem Kinderkrankenhaus Kinder von Hausfrauen mit Hausverstand anstatt von Diplomschwestern betreut werden? Nicht auszudenken, der Aufschrei wäre laut und hörbar. Aber bei alten Menschen kann es auch Diskontpflege sein.“

Pflegende Angehörige hat man politisch jahrelang im Regen stehen gelassen, war froh dass diese sich ihre Hilfe „schwarz“ organisiert haben. Herr Bürgermeister Schaden, die Qualitätssicherung wäre schon seit Jahren notwendig gewesen!

Anstatt ein funktionierendes Pflegenetz mit Fachkräften zur Unterstützung von pflegenden Angehörigen zu schaffen, wurde weggesehen. Sollte nun das „Bartenstein-Modell“ tatsächlich kommen, fordert die Bürgerliste folgende Qualitätssicherung:

  • Jeder dieser Pflegedienste muss eine diplomierte Pflegekraft als Pflegedienstleitung vorweisen.
  • Die Erhebung des Betreuungs- und Pflegebedarfes darf ausschließlich durch diese Pflegedienstleitung vorgenommen werden.
  • Die Pflegedienstleitung muss sicherstellen, dass die jeweilige Betreuerin die notwendigen Tätigkeiten auch tatsächlich fachgerecht durchführen kann.
  • Regelmäßige Pflegekontrollen durch diese Pflegedienstleitung müssen durchgeführt werden.
  • Die Betreuung/ Pflege muss, wie in anderen Pflegebereichen auch, dokumentiert werden.
  • Medizinisch-pflegerische Versorgung erfolgt ausschließlich durch ausgebildetes diplomiertes Pflegepersonal.

Diese Maßnahmen würden Angehörigen die Sicherheit einer qualitativ guten Betreuung und Pflege geben. Daneben müssen Strukturen (Tageszentren, Nachtdienste, Rund-um-die-Uhr-Erreichbarkeit etc.) aufgebaut werden, damit pflegende Angehörige Wahlmöglichkeiten haben für die Pflege und Betreuung ihrer Verwandten.

„Nur nach Qualitätsverbesserung zu schreien ist in Ihrer Position ein bisschen wenig, Herr Bürgermeister!“ stellt Schiff abschließend fest.

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