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Gender Budgeting

28.09.2007Frauen: Frauenförderung und Gleichstellung

Erste Analysen machen neugierig auf mehr!

Im Frühjahr 2005 hat die Bürgerliste einen umfassenden Antrag zum Thema Gender Budgeting eingebracht.

Eine erste Analyse zeigt deutlich: Subventionen der Stadt Salzburg werden an Frauen und Männer ungleich verteilt. Es besteht Handlungsbedarf, um für die Zukunft eine geschlechtergerechte Verteilung von Haushaltsmittel zu erreichen.

Bürgermeister Schaden unterstützt nun das Anliegen der Bürgerliste und hat die Analyse der Sportförderung zugesagt. Ergebnisse werden für das Frühjahr 2008 erwartet.

Gender Budgeting bedeutet öffentliche Budgets so zu erstellen, dass die Ressourcen der öffentlichen Hand Frauen und Männern gleichermaßen zu Gute kommen.

Was so selbstverständlich klingt, ist es in der Realität nicht – wie auch die erste Analyse in der Stadt Salzburg zeigt. In vielen Ländern werden daher bereits seit Jahren Gender-Budgeting-Analysen durchgeführt, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie öffentliche Einnahmen und Ausgaben auf Frauen und Männer, bzw. verschieden Gruppen von Frauen und Männern verteilt sind.

Mit Hilfe einer Gender-Budgeting-Analyse kann die geschlechtsspezifische Verteilung von Haushaltsmittel erfasst, dokumentiert und gegebenenfalls korrigiert werden, um Veränderungen bei Politik und Budgeterstellung im Sinne einer Verbesserung der sozialen und wirtschaftlichen Stellung von Frauen und mehr Gendergleichstellung zu erreichen.

Der Forderung der Bürgerliste nach Gender-Budgeting-Analysen wurde mit der Analyse der Lehrstellenförderung der Jahre 2000 bis 2005 in einem ersten Schritt nachgekommen.

„Das Ergebnis war wie von mir erwartet. Gender Mainstreaming ist zwar in aller Munde, die Umsetzung der Geschlechtergerechtigkeit liegt aber im Detail. Und das Detail zeigt: Frauen werden benachteiligt“ sagt Sonja Schiff, Frauensprecherin der Bürgerliste.

Die 2006 vorgelegte Analyse der Lehrstellenförderung hat gezeigt: Es wurden weitaus mehr Burschen gefördert als Mädchen (100 zu 43), die Förderungen verfestigten traditionelle Rollenzuschreibungen (Mädchen wurden vor allem in traditionellen Frauenberufen gefördert), mit Mädchen besetzte Lehrstellen wurden niedriger gefördert als mit Burschen besetzte Lehrstellen.

Fazit: Die städtischen Ausgaben der Lehrstellenförderung in der Höhe von etwa € 14.000,-- (im Jahr 2005) kamen Burschen in höherem Maße zugute als Mädchen.

Nun soll die Lehrstellenförderung neu gestaltet werden, Geschlechtergerechtigkeit wird als Ziel definiert und auch genderspezifische Fortbildungen für LehrlingsausbildnerInnen werden angedacht.

Ein erster Schritt für mehr Bewusstsein für eine geschlechtergerechte Verteilung von Haushaltsmittel wurde getan. Sonja Schiff nahm die Ergebnisse dieser ersten Analyse zum Anlass einen weiteren Antrag für eine Gender Budgeting Analyse zu stellen. Sie fordert die Analyse der Sportförderung (Ausgaben 2004 in der Höhe von € 2.637.801,--).

Nun ein Jahr später hat Bürgermeister Schaden bekannt gegeben, dass die Analyse der Sportförderung durchgeführt wird. Im ersten Schritt werden alle Sportverbände in Salzburg kontaktiert und eine Genderbefragung durchgeführt (Bsp: Wie viele Mitglieder - wie viele davon Frauen/Männer, welche Sportarten werden angeboten – wie viele Frauen/Männer nehmen teil, orientieren sich Kurszeiten an den Lebensrealitäten von Frauen und Männern gleichermaßen, wer sind die Funktionäre, wer übernimmt welche Aufgaben?)

„Ich freue mich darüber, dass Bürgermeister Schaden, nach anfänglichen Widerständen, nun das Anliegen der Bürgerliste unterstützt und bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse. Die Gleichstellung von Frauen und Männern ist nur zu erreichen, wenn alle politischen Kräfte daran arbeiten“ meint Sonja Schiff zufrieden.

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