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Schlechtwetterregelung

31.08.2007Planung: Verkehr

Eine erste Bilanz 2007: Hohe Akzeptanz in der Bevölkerung. Verbesserungen für 2008 vorgesehen.

Aufgrund der Witterungsbedingungen wurde im Jahr 2007 die „Vorwarnstufe“ für die Schlechtwetterregelung insgesamt 14 Mal am Vortag ausgelöst und damit die Informationskampagne gestartet (Direktmailing an die Beherbergungsbetriebe und Campingplätze der Region, Medien, Verkehrsfunk, etc.) und mit der Verteilung von Informationsmaterial über Parkmöglichkeiten durch Stauberater am betroffenen Tag selbst ergänzt.

An 4 Tagen im Jahr 2007 reichten diese Maßnahmen nicht aus und die Schlechtwetterverordnung musste insgesamt 6 Stunden und 45 Minuten in Kraft gesetzt werden. Allein an diesen Tagen wurden am Parkplatz Messezentrum in Summe mehr als 1.300 Kombitickets (= Tagesbuskarte für 5 Personen und Parkgebühr) um je 10 € verkauft. Damit kamen ca. 4.000 zusätzliche Touristen kostengünstig und staufrei in die Innenstadt.

Die Schlechtwetterverordnung gilt nur im Juli und August in der Zeit von Montag bis Freitag (9.00 Uhr bis 13.00 Uhr). Sie wird aktiviert, wenn die Altstadtgaragen im Stadtgebiet zu 75% bzw. 80% belegt sind und auf Grund von Verkehrsbeobachtungen, Verkehrszählungen oder Verkehrserfahrungen durch die Bundespolizeidirektion Salzburg mit Verkehrsstaus oder Verkehrszusammenbrüchen zu rechnen ist.

Erst dann werden Fahrzeuge mit ausländischen Kennzeichen (ausgenommen BGL) an den zwei neuralgischen Einfahrtsrouten Münchner und Innsbrucker Bundesstraße, zu den Park&Ride-Parkplätzen beim Salzburger Messezentrum abgeleitet. Alle anderen Einfahrtsrouten wie z.B. die Vogelweiderstraße, Linzer Bundesstraße, Grazer Bundesstraße, Aigner-, Moos-, Berchtesgadner- und Kendlerstraße sind weiterhin uneingeschränkt befahrbar.

Diese Maßnahme ist notwendig, weil in der Sommersaison neben den Festspiel- sowie den Tages- und Städtetouristen, an Tagen mit schlechtem Wetter, zusätzliche Gäste aus den umliegenden Bade- und Ferienregionen die Stadt besuchen wollen.

Das führt zu massiven Staus in der Stadt Salzburg, zumal auch die innerstädtischen Stellplatzkapazitäten dafür nicht ausgerichtet sind. Damit kommt auch der notwendige Wirtschaftsverkehr völlig zum Erliegen. Durch die Ableitung der Touristenfahrzeuge auf den Park&Ride-Parkplatz beim Messezentrum wird den Gästen im Grunde der Stadtbesuch "überhaupt erst ermöglicht“.

Die Behauptung der Altstadt Marketing GmbH, dass die Schlechtwetterregelung 1.400 Innenstadtbetriebe in den Ruin treibe ist völlig absurd, ganz im Gegenteil werden zusätzliche Besucher, die sonst verärgert im Stau stehen, in die Innenstadt gebracht.

Erfreulich ist das Ergebnis der Umfrage des Instituts für Grundlagenforschung, wonach fast 70% der Stadtbevölkerung diese temporäre Verkehrsregelung begrüßen. Zum Teil wird sogar angeregt, die Schlechtwetterregelung über das gesamte Jahr bei entsprechendem Bedarf anzuwenden.

Trotz der positiven Bilanz bedarf es in einigen Bereichen notwendiger Verbesserungen wie z.B. die Überdachung der Haltestelle Messezentrum, damit die Besucher witterungsgeschützt in den Bus umsteigen können, die Vorwegweisung zum Park&Ride-Parkplatz SAZ auf den Zulaufstrecken, das Informationsmaterial (Stadtplan) für die Touristen udgl. Bei der geplanten Evaluierung der Verordnung wird jedenfalls auch die Geltungsdauer und der Betroffenenkreis zu hinterfragen sein.

Zu diesem Zweck wird es heuer noch entsprechende Gespräche mit allen Beteiligten geben, damit für das Jahr 2008 ein noch reibungsloserer Ablauf möglich wird.

An dieser Stelle möchte ich mich auch bei der Polizei für ihren nicht immer ganz einfachen Einsatz bei der Inkraftsetzung der Schlechtwetterregelung herzlich bedanken.

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