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Olympia 2014

13.04.2005Demokratie: Finanzen

Lesen Sie, was andere zur Bewerbung Salzburgs sagen....

Oberösterreichische Nachrichten vom 12.04.2005:

Olympia-Balztänze auf Salzburger Art.Olympia-Bewerbung als teure Selbstdarstellung.

Die Balztänze, die Stadt und Land Salzburg aufführen, um ihre Bewerbung für Olympische WinterSpiele 2014 doch noch durchzukriegen, sind seltsam. Volksbefragungen werden veranstaltet, sind aber dann völlig ohne Bedeutung. Mit Kostenangaben wird herumjongliert, mehr als Hausnummern kommen dabei nicht heraus.

In die gleiche Kategorie fallen Zahlen über Umwegrentabilität und Werbewert solcher Spiele. Die Umrechnung von Großveranstaltung in bare Münze ist ein Spiel mit unüberprüfbaren Annahmen. Die Zeche trifft später ohnehin alle Steuerzahler.

Es ist den Betreibern völlig egal, dass Salzburgs Olympia-Träume schon einmal sang- und klanglos geplatzt sind, dass die Skepsis der Bürger nicht nur in der Landeshauptstadt überwiegt und Akzeptanz nur in der engeren Region gegeben ist, in der alpine Bewerbe stattfänden.

Dass Lokalpolitiker überzeugte Anhänger des Mottos vom Dabeisein sind, das angeblich alles ist, überrascht nicht. Sportliche Massenereignisse sind nicht nur willkommener Rahmen für extensive Selbstdarstellung, sie dienten bisher als Verstärker für den Bau von Verkehrs-Infrastruktur, Wohnungen etc. St. Antons größter Gewinn aus der Ski-WM war ein neuer Bahnhof, der, klotzig und protzig, sonst nie so finanziert worden wäre.

Aber ist das genug als Motor für Olympia? Noch dazu, wo sich der Bund als Haupt-Zahler in Sachen Salzburg bisher vornehm zurückhält und die Regierung wenig Bereitschaft erkennen lässt, den zahlenden Patenonkel für das ungeliebte Kind zu spielen?

Frag nach in Innsbruck, was an die Spiele 64 und 76 erinnert: Eine Eishalle als teurer Sanierungsfall, eine unzureichende Straßenbrücke, zwei außerordentlich hässliche Hochhaus-Siedlungen und der Ruf, als Ex-Olympiastadt besonders teuer zu sein.

Innsbruck bejammert lautstark, nur noch touristische Durchzugsstation für Schnellbesichtiger zu sein. Vom Glanz blieben nicht einmal besonders gut erschlossene Skigebiete. Nur zwei Feuerschalen auf dem Bergisel.

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